Wortart
-
Substantiv
45
- Maskulinum 23
- Femininum 14
- Neutrum 7
- unbekanntes Genus 1
büschel, der, auch die und das; –/-Ø; zu mhd. büschelin, büschel ›kleiner Busch‹, Diminutiv zu
büschelmütze, die. Bezeichnung für eine Frauenhaube in Sachsen und Thüringen mit einer
goldbüschel, das. ›Schamhaar der Frau‹. Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. 488, 2 (oobd., 1349
zu mhd. queste, quast ›Büschel, Wedel‹ (Lexer 2, 324 ).›aus Zweigen, Halmen, Fasern
buschen, der. – Nur oobd. Belege.›Menge an Gleichartigem, Büschel, Bündel‹; häufig als Maßeinheit
kauze, der; –/-n; wohl zu mhd. kûte und nhd. mundartlichem Kaute ›Flachsbüschel‹ (Lexer 1, 1803
Teile (z. B. Äste, Büschel, Bündel)‹; anschließbar an 1; genutzt als ›Baustoff für Einfriedungen‹; zudem
Voc. inc. teut. s iv;Dasypodius 48v;Alberus Gg jv;Dief./Wü. 154. ›Palmzweig; Büschel aus Zweigen von
4, 1767;Öst. Wb. 2, 697. ›Gebund, Bündel, Büschel, Pausch Stroh, Reisig, Brennholz‹; auch als
kräe, die; –/-n; s. Dwb 5, 1970 . ›Reisigbüschel‹. büschel 1, reisach 1. kräen hauen. Schwäb
›der Vorgang der Nachgeburt‹; vgl. nach 1, burt 1, geburt 1. balg 8, büschel 2; vgl. afterbürde
Sprichwörtern mit besem vgl. Tpma 1, 438/9. büschel 1, gerte 1, wisch; 2 geisel. den / einen b. hauen
›Gestrüpp‹; zu rau 4. vgl. bart 3, büschel 2. Euling, Kl. mhd. Erz. 596, 16 (nobd., E. 15. Jh.)das ir
Hand fassen kann, eine Handvoll‹. büschel 1, handvol; vgl. arfel, lok 2. Keil, Peter v. Ulm 236
räumlich denkbare Bezugsgrößen; auch: ›ein wenig, einiges‹. büschel 1, 1 garbe. eine h. von etw. nemen
reisachs; die reisach (Pl.) von den tannen. reisachborzen ›Reisigbündel‹ (dazu bdv.: vgl. büschel 1, gresp
frische / feste / fremde / geile / gemähte / grüne / gute / hervorstechende / schöne g.; bürde / büschel g
Egerer Urgichtenb. 196, 15 (nwböhm., 1577)etzlich flaß 2 büschel Zu SoßenReuth aus der Röst.Gehring, a. a
man het püschel stubich in den ofen geworfen das es die stuben anzunt.
So wil ich mein Püschel Schlüssel / Ihm schlagen vmbs Maul vnd Rüssel.