tuch,
das
;
-(e)s/-er, -ere,
auch:
+ Uml. und
-er
+ Uml.
1.
›abgegrenztes, gesäumtes, meist viereckiges Stück Stoff beliebiger Größe und aus beliebigem Material, das für einen speziellen Verwendungszweck bestimmt ist‹; meist als abkürzende Bezeichnung für zweckbetonende Komposita; im Einzelnen:
a) ›locker getragenes bzw. umgelegtes Kleidungsstück‹, z. B. Kopftuch, Halstuch, Mundschutz; auch: ›Kleidung, Gewand, (Ordens)tracht‹, damit offen zu 2; vereinzelt auch ütr.: ›Ausdruck, Erscheinungsbild‹.
Bedeutungsverwandte:
 12,  12, ; vgl. ,
1
 1, (
der/das
1,  34, .
Wortbildungen:
tuchelträgerin
›Hausiererin, die Kopftücher u. Ä. vertreibt‹.
b) ›schmiegsame Umhüllung mit jeweils besonderer Funktion‹, z. B. als Windel, Leichentuch, Stoffsack.
Bedeutungsverwandte:
 3, ,  3, ; vgl. .
c) ›weiches Tuch zum Abreiben oder Trocknen von Personen oder Gegenständen‹, z. B. Schweißtuch (v. a. in bibelsprachlichem Zusammenhang), Taschentuch, Handtuch, Badetuch.
Bedeutungsverwandte:
vgl. , ,  1, .
d) ›Stofftuch zum Verbinden, Benetzen und Betupfen von Körperpartien bzw. Wunden in der Heilbehandlung‹; auch: ›Tuch zur Abwehr von Insekten‹ (Pflanzenschutz).
Bedeutungsverwandte:
vgl.  2, ,  1,  2.
e) ›flächig ausgebreitetes Stück Stoff zum Schutz bzw. zur Dekoration oder zum Verdecken von Gegenständen‹, z. B. Tischtuch, Altartuch, Wandbehang.
f) ›durchlässiges und engmaschiges Stück Stoff zum Filtern von Flüssigkeiten‹, z. B. Seihtuch, Filtertuch, Siebtuch.
g) ›Malgrund aus Stoff‹; als Metonymie auch: ›aufgemaltes Bild‹.
Bedeutungsverwandte:
 2,  9, .
h) ›Wand von starker Leinwand zur Umzäunung eines Jagdreviers, Jagdtuch‹.
Bedeutungsverwandte:
 1, .
i) ›Vorhang, Sichtschutz‹; auch: ›Augenbinde‹.
Phraseme:
ein tuch für den augen haben
.
k) ›Abzeichen, Fahne‹.

Belegblock:

Zu a):

Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
9750
(
rib.
,
1444
):
Urs ordens doechs soulde ich gerne dragen.
J. W. von Cube. Hortus
78, 17
(
Mainz
1485
):
Von der baum wollen fynden ich nit meen wan das die frauven schleyer vnd reyn duͦchlyn dar vß spynnen.
Schönbach, Adt. Pred.
18, 8
(
osächs.
,
1. H. 14. Jh.
):
do gab er ime tuͤchere und alde cleidere, daz er si umme sich wuͤnde.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
17, 19
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
Dy ediln Tartirn [...] tragin sidin gewant und guldin tuch.
Ebd.
22, 11
:
dy schenkin unde dy becker, dy han alle iren munt bedakt mit sydinen tuchirn.
Palm, Veter Buoch
33, 7
(
schles.
, Hs.
E. 14.
/
A. 15. Jh.
):
Er wart dyaconus, do er sich begurte mit eime tvche.
Mayer, Folz. Meisterl.
72, 216
(
nobd.
,
1517
/
8
):
Und cleid uns in der unschüld tüch.
Bihlmeyer, Seuse
154, 8
(
alem.
,
14. Jh.
):
do nate si [tohter] den selben namen Jesus mit roter siden uf ein kleines tuͤchli.
Stackmann u. a., Frauenlob
13, 7, 7
(Hs. ˹
alem.
,
14. Jh.
˺):
Danc habe sin herze und sin sin. | komt aber der materjen such, | cleide ich sie in ein niuwez tuch.
Jörg, Salat. Reformationschr.
415, 18
(
halem.
,
1534
/
5
):
zuͦ bringen / der truckten jrrungen / alls durch baͤttler / landfarer / tuͤcheltragerin.
Rennefahrt, Staat/Kirche Bern
918, 11
(
halem.
,
1643
):
wiewol [...] wybspersohnen [...] heimbgestelt, sich der tüechlinen oder cappen zuͦ gebruchen.
Morrall, Mandev. Reiseb.
71, 18
(
schwäb.
,
E. 14. Jh.
):
die Sarazeni muͤssent tragen ain wiß tuͦch umb iren kopff, die cristen ain plawes tuͦch, die juden ain gelwes.
Schweiz. Id.
12, 255
 ff.

Zu b):

Luther, WA
12, 225, 16
(
1521
):
der brauch auch nicht ist, gold und sylber yn schonen seckeln und bewteln zu furen, sonder ynn schwartzen groben unsauberem tuch.
Ebd.
29, 260, 18
(
1529
):
Do sie die tucher zw sammen fanden gelegt, dachten sie: er hats nicht gethan, ßonder die Juden werdens gethan haben.
Ders. Hl. Schrifft. Apost.
Gesch. 10, 11
(
Wittenb.
1545
):
ein Gefesse / wie ein gros leinen Tuch
[
Mentel
1466:
leylache
;
Froschauer
1530:
leynentuͦch
]
an vier zipffel gebunden.
Hajek, Gůte spise
96
(
rhfrk.
/
nobd.
,
um 1350
):
die swarten vz gekeret vnd gewunden in ein tuͦch.
Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
112, 7
(
Frankf.
1535
):
Albertus. Der rot gethan in ein leinen tuͦch oder kelbern leder / vnd vnder der lincken achseln getragen / sagt man das er diene wider die vnsinnigkeyt.
Kehrein, Kath. Gesangb.
1, 173, 16
(
Leipzig
1537
):
Die zartte Junckfraw außerkorn, | Hat ihn mit ihren henden, | Gewunden in die thuͤchelein.
Ebd.
34
:
Gesalbet wardt sein edle leyb, | [...] | Jn ein reyn thuch gewunden wart, | Vnd gelegt in ein newes grab.
Ebd.
3, 46, 5
(
Köln
1583
):
Er, der den Himmel auffenthelt, | Jn Tuͤchern wird eingewickelt.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
1, 417, 18
(
Straßb.
1466
):
er sach die tuͤch
[
Beheim
1343 /
Krumpach
1522:
leilachen
;
Froschauer
1530:
leinwadt
;
Emser
1527 /
Eck
1537:
leinen tüecher
;
Luther
1545, Joh. 20, 6:
die leinen
]
gelegt: vnd den augfanen oder schweiß tuͦch der do was auff seim haubt nit gelegt mit den tuͦchen.
Päpke, Marienl. Wernher
2757
(
halem.
,
v. 1382
):
Zwai græwú tuͦchelú da sint | Siner windelin, die man da vint.
Primisser, Suchenwirt
32, 36
(
oobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
Nu let er auf der lesten vart | Sein grozzes guet auf erden | Dez mag im nicht mer werden | Wenn umb daz as ein leinein tuech | [...] | Der erd tzu einer chamer.
Gerhardt, Meister v. Prag
14, 15
;
Gille u. a., M. Beheim
252, 41
;
Kummer, Erlauer Sp.
3, 1035
;
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
10, 3
;
Schweiz. Id.
12, 260
 f.;
Schwäb. Wb.
2, 437
.

Zu c):

Stopp, Kochbuch S. Welserin
63, 5
(
Augsb.
1553
):
darnach abtrickne jn ainem schenen weissen túch.
Ebd.
153, 4
:
lasß jm die oren vnnd fiesß vnd den schwantz, mit ainem nassen thúch, das die har nit verbrinnent, das lam brat also.
Ebd.
169, 8
:
folgents reisß mit ainem saúbern túch den korb ab.
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
1868
(
oobd.
,
1607
/
11
):
ein nacket weiblin, so [...] mit tüchern sich abtrückhnet.
McClean, Havich
1545
(
moobd.
, Hs.
15. Jh.
):
er [...] hies im raichen ein tüch.

Zu d):

Ermisch u. a., Haush. Vorw.
263, 23
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Baumöl und rindsgall unter einander gemischt, ein tuchlein darein genetzt und uber eine rinden umb einen baum geschlagen, lest kein omß auf den baum oder herab kriechen.
Keil, Peter v. Ulm
130
(
nobd.
,
1453
/
4
):
thu es
[Salbenmischung]
denn auf zwey tuchlein vnd heft jn domit.
Ebd.
249
:
seud es [...] vnd netz dorjnn ein wüllin tuch vnd pind es dorüber.
Eis u. a., G. v. Lebenstein
60, 1
(
oobd.
,
1. V. 15. Jh.
):
Wer nicht geslaffen mag, der necz ein tuch in das wasser vnd pint es vmb das haupt.
Weitz, Albich v. Prag
154, 6
(Hs. ˹
oobd.
,
A. 16. Jh.
˺):
salb da mit die lamen glid vnd pind des nachtes dar v́ber ain leinein tuͦch.
Rohland, Schäden
546
 f.;
Ott-Voigtländer, Rezeptar
211r, 1
;
Schweiz. Id.
12, 260
.

Zu e):

Thielen, Gr. Zinsb. Dt. Ord.
111, 7
(
preuß.
,
1437
/
8
):
1 leynen tuch uffs hoge altar.
Reichert, Gesamtausl. Messe
41, 33
(
Nürnb.
um 1480
):
die altar tuecher nent die geschrifft ,mappe‘ oder ,palle‘.
Koller, Ref. Siegmunds
162, 2
(Hs.
um 1474
):
Wann man ein begrebnuß haben will, so mag man auff dye bare ein tüch legen oder was man einem gotzhauße zü einer zierde [...] geben mag.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
201, 36
(
els.
,
1362
):
vnd noment daz tuͦch do mitte ir grab waz bedecket.
Chron. Augsb.
8, 61, 22
(
schwäb.
, zu
1560
):
es seind auch in s. Mauritzenkirchen alle alter mit schwartzem tuch [...] bedeckt [...] gewesen.
Henisch
250
(
Augsb.
1616
):
Behang an den Waͤnden / ein gemahlet Tuch oder Teppich.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron.
39, 22
(
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
Das lanckhaws was alles umbhangen mit schonen gewarchten tuechern.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
118, 39
;
Schweiz. Id.
12, 262
 f.

Zu f):

Keil, Peter v. Ulm
247
(
nobd.
,
1453
/
4
):
Nym aumays-ayr, stoß sie vnd truck sie durch ein tuch.
Ott-Voigtländer, Rezeptar
203r, 10
(Hs. ˹
nalem.
,
um 1400
˺):
das tuͦ denne durch ain tuͦch.
Ebd.
214v, 22
:
sihe es / durch ain tuͦch.
Rohland, Schäden
346
(
nalem.
/
schwäb.
,
1400
/
33
):
heb es [vngentum] ab vnd sich es durch ein tuͦch.
Ebd.
546
 f.;
555
;
Schweiz. Id.
12, 260
.

Zu g):

Pfefferl, Weigel. Ges.
4, 12
(
Hamburg
1646
):
wan sich ein lebendiger Mensche ließe abmahlen auf ein tuch oder Wandt.
Luther, WA
19, 427, 13
(
1526
):
die alten wunderwerck nach einander her zu malen, wie auff eine taffel odder tuch.
Ebd.
50, 277, 2
(
1538
):
Als wenn ein Maler, Schnitzer oder Steinmetze einen Koͤnig oder Fuͤrsten bildet auff ein tuch, holtz oder stein.
Rupprich, Dürer
1, 152, 80
(
nobd.
,
1520
):
meinem wirth hab ich zu kauffen geben auf ein tüchlein ein gemahlt Marien bild.
Bobertag, Eulensp.
51, 16
(
Straßb.
1515
):
Vlenspiegel [...] het etlich tüchlin vnnd künstück, die er in flandern koufft het.
Zingerle, Inventare
20a, 12
;
Schweiz. Id.
12, 263
.

Zu h):

Perez, Dietzin
1, 406, 11
(
Frankf.
1626
):
vnd nach dem sie einen dicken Wald mit jhren Garen vnd Tuͤchern vmbzogen / liessen sie die Hunde lauffen.

Zu i):

Luther, WA
9, 668, 17
(
1521
):
Noch haben sie ein tuch fur den augen, das sie es nicht sehen konnen.
Ebd.
12, 267, 16
(
1523
):
Es ist aber verborgen, und noch eyn tuch furgetzogen, das mans nit sihet.
Ders. Hl. Schrifft. Röm. Vorr.
2265, 27
(
Wittenb.
1545
):
Darumb sehen sie Mosi nicht recht vnter augen / das Tuch ist jnen da fur gelegt vnd zugedecket.

Zu k):

Ziesemer, Marienb. Ämterb.
129, 24
(
preuß.
,
1437
):
eyn gros weys tuch mit dem gulden crucze und adler offs spolium.
Chron. Augsb.
2, 376, 2
(
schwäb.
, Hs.
16. Jh.
):
daz wir den juden by uns süllen gelbe tüchlin angehangen haben
(als Zeichen für Ausgrenzung).
2.
›gewebter Stoff, der aus verschiedenen Fasern (v. a. Wolle) hergestellt sein kann, noch nicht für einen bestimmten Verwendungszweck zugerichtet ist und in der Regel in Form von Stoffbahnen festgelegter Größe gehandelt wird‹; damit: ›Textilgewebe im Sinne von nhd.
Stoff
‹, das
tuch
in dieser Bedeutung abgelöst hat (Dwb
11, 1, 1, 1461
); primär: ›Stoff zur Herstellung von Kleidungsstücken‹; aber auch: ›Stoff zur Herstellung aller unter 1 aufgeführten Tuchsorten‹;
tuch
ist ein wichtiges Handelsgut und wird mitunter auch als Zahlungsmittel eingesetzt.
Zur Sache: Lex. d. Mal.
8, 595-602
.
Gehäuft Rechts- und Wirtschaftstexte.
Phraseme:
unser tuch ausmachen
›einen Schwindel ausführen‹;
an eigenen gedanken und gespantem tuch geht viel ab
›es kommt immer anders als gedacht‹.
Bedeutungsverwandte:
1
,
1
, , , ,  1, ,  2,  123,
1
 3, , , ; vgl. ,  6, ,  1, , , ,  1,  2, (
das
6, (
der
3, (
das
3, , ,  4,  4, , (
der
2, , , ,
1
 1.
Wortbildungen:
tuchampt
(a. 1392),
tuchbrächer
›Tuchhersteller‹ (a. 1603),
tuchbreite
›Breite eines Webstuhls und damit der Tuchbahn‹, ˹
tüchen
,
tüchern
˺ ›aus Tuch bestehend‹,
tücherwürke
›Tuchhersteller‹,
tuchgewerbe
, ˹
tuchgewelbe
,
tuchlaube
˺ ›Verkaufsraum für Tücher‹,
tuchhandel
,
tuchler
›Tuchhändler‹,
tuchmel
›Mehl geringer Güte‹,
tuchmesser
›Tuchprüfer‹,
tuchschauer
,
tuchverkauf
,
tuchwirkung
›Tuchherstellung‹.

Belegblock:

Luther, WA
12, 295, 29
(
1523
):
es
[die böse Lust]
ist drynnen ym bluͦtt und fleysch [...] gewachssen, nicht aussen ym tuch.
Ebd.
33, 403, 17
(
1531
):
An eignen gedancken und gespannetem tuch gehet viel ab.
Ebd.
50, 423, 1
(
1539
):
Der Cardinal zu Mentz nimpt viel Tuchs zum Rock.
Wyss, Limb. Chron.
32, 4
(
mfrk.
, zu
1349
):
hatten von iren lenden bit uf ire enkeln kleider von linen duche.
Lau, Qu. Siegburg
25, 25
(
rib.
,
um 1550
/
81
):
Niemand soll auch fremt tuch von Siegbergsch tuch verkaufen.
Ebd.
161, 16
(
um 1600
):
Sollen die ferber die violen tuecher [...] blaen.
Ebd.
162, 16
:
sollen die gemeine chur- und Engelsche tucher mit underscheidlichen zeichen durch die stalmeister gestempelt [...] werden.
Schmidt, Frankf. Zunfturk.
1, 228, 24
(
hess.
,
1355
):
wer duker machen wil, der sal sie machen mit dryn und dryszig elin ane lytzen.
Lemmer, Amman/Sachs. Ständeb.
29, 4
(
Frankf./M.
1568
):
Hab mancherley Wahr bey mir stan / | Wuͤrtz / Arlas / Thuch / Wolln vn̄ Flachß.
Ebd.
50, 7
:
Pantoffel / gefuͤtert mit Thuch.
Nyberg, Birgittenkl.
2, 207, 33
(
omd.
,
E. 15. Jh.
):
hat dem conuent truͤlich gedent mit tuͦchwirckung.
Ebd.
249, 14
(
schwäb.
,
um 1522
):
[dise fraw] in [sun] ausstuͤret mit tuͤchern, peltzen vnd anderm.
Burkhardt, UB Arnstadt
391, 4
(
thür.
,
1487
):
das ihnen [wollenweber] an ihrem tuchverkauff schaden bringet.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
9, 23
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
Czu der selbin stat brengit man von India sidin und guldin tuch.
Hoffmann, Würzb. Polizeisätze
102, 20
(
nobd.
,
1387
):
er kenn, waz kaufmansguͤt sy unn waz gewalken unn ungewalken tuͤch sin.
Loose, Tuchers Haushaltb.
76, 29
(
nürnb.
,
1510
):
6 eln perpianisch tuch czu einem welischen rock.
Dietrich. Summaria
18v, 14
(
Nürnb.
1578
):
Wenn man will ein alt tuch mit einem newen flicken / ist es vergebens / das alte tuch helt den stich nicht.
Rieder, Gottesfr.
156, 29
(
els.
,
1390
/
1402
):
do kam ich under die tuͦchloube vor dem múnster.
Roder, Stadtr. Villingen
210, 15
(
önalem.
,
1668
):
die brustduecher, sollen sie von rothem, gemainem bai oder duoch bestehen.
Welti, Stadtr. Bern
527, 9
(
halem.
,
15. Jh.
):
Swerent die tuͦchmeͣsser [...], die tuͦch vnd bendel getrúwlichen zuͦ meͣssen.
Rennefahrt, Wirtsch. Bern
559, 16
(
halem.
,
1473
):
Als
tuͦchschower
werden bezeichnet
Wanner, Tittlinger [...].
Ders., Gebiet Bern
702, 9
(
halem.
,
1540
):
kouflüt, si handlind tuͦchgewerb.
Ders., Staat/Kirche Bern
865, 15
(
halem.
,
1621
):
das die oberröck von tuch [...] mit sammat besetzt werden mögint.
Maaler
411r
(
Zürich
1561
):
Tuͤchin / Von tuͦch.
Mollwo, Rotes Buch Ulm
163, 24
(
schwäb.
,
1414
):
daz [...] die muͥller schoͤn mel und muͦsmel und habern, kernen und tuͦchmel mit dem metzen uss messen.
Müller, Welthandelsbr.
182, 30
(
schwäb.
,
1506
):
So verkouft man zu Venetia by der kurtzn ellen chort und medio chort, zendel, auch damast, atlaß, sammat, silberin und guldine tucher.
Ebd.
211, 25
:
also vil pamwoll, das sy den grosten tail von India tucher gnug machn.
Ebd.
261, 36
(
1514
/
5
):
alle flemisch tuech, rolles von gross und clain spigellicken, toxel [...] verkauft man hie stuck weiss.
Barack, Zim. Chron.
4, 253, 23
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
das wardt durch die regierung versehen und der würt mit duch und nit in gelt bezalt.
Gehring, Würt. Ländl. Rechtsqu.
3, 596, 43
(
schwäb.
,
1588
):
Es soll auch ain jeder, der auf disem gefreieten marckt duech, leinwat oder anders außzumessen hat, die hiesige pfechte eln von dem ambtknecht nemben.
Henisch
223
(
Augsb.
1616
):
Bausch / ein hauptring von tuch [...] den die Weiber auff das haupt legen / wenn sie etwas tragen.
Bastian u. a., Regensb. UB
145, 20
(
oobd.
,
1359
):
Meiner swester tochter [...] mein guet newes bla gebant, mandel und roch und ein tuchpraiten virvachen seidein stauchen.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron.
132, 3
(
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
das man dem kunig umb solhen fridt soldt geben zehenntaussent guldein, halben tayl mit gellt und halben tayl mit tuech bezallt.
Straus, Juden Regensb.
988, 187
(
oobd.
,
1518
):
Von wegen Barchant- und Leineweber laͤssen bey unser antwurt der tuͤcher- und wollwuͤrgken bleyben.
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
816
(
oobd.
,
1607
/
11
):
schreibzeug in rot tüchinem überzug.
Steinberger u. a., Urk. Hochst. Eichst.
155, 28
(
noobd.
,
1319
):
Es hat der rat geseczt, daz man alle gekarte tuch sol machen von Flemischer wollen.
Dirr, Münchner Stadtr.
580, 9
(
1353
/
1403
):
Die schawer des grawen tuchs swerent, daz si das gewant beschawen.
Staub, Qu. Wien
3, 2, 2753, 6/7
(
moobd.
,
1415
):
gelegen vnder den Langen Tuchlauben mitsamet dem tuͦchgewelb darinn.
Turmair
1, 558, 38
(
Ingolst.
1516
):
Vestiaria: pannicularius ,gewantschneider, tuchler‘.
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
58, 2
(
mslow. inseldt.
,
1571
):
das angezogene śachen die Wieśen vnd Tuechhandl belangend [...] nicht mehr [...] fürgeworffen śol werden.
Wendehorst, UB Marienkap. Würzb.
162, 47
;
Wintterlin, Würt. Ländl. Rechtsqu.
2, 600, 21
;
Müller, Stadtr. Ravensb.
298, 10
;
Baumann, Bauernkr. Oberschw.
221, 4
;
Hauber, UB Heiligkr.
2, 484, 24
;
Müller, Stadtr. Ravensb.
294, 8
;
Bastian, Runtingerb.
2, 57, 15
;
Grossmann, a. a. O.
151, 27
;
Dirr, a. a. O.
461, 2
; 9;
Brunner, Rechtsqu. Krems u. Stein
157, 1
;
Uhlirz, Qu. Wien
2, 3, 4115, 139
;
Maaler
411v
;
Pfälz. Wb.
2, 585
;
588
;
Schweiz. Id.
12, 237
 ff.;
Schwäb. Wb.
2, 438
 f.;
Öst. Wb.
3, 709
;
842
;
Matzel u. a., Spmal. dt. Wortschatz.
1989, 311
 f.
Vgl. ferner s. v.  2,  2,  8, , (
das
2.