tror,
der
;
zu
mhd.
trôr
›tropfende Flüssigkeit‹
().
›(in Tropfen) hervortretende Flüssigkeit, flüssige Substanz‹; speziell: ›Feuchtigkeit, Tau‹.
Älteres Frnhd.; teils Verstexte.
Bedeutungsverwandte:
, (
der
); vgl.  1, (
der
).
Syntagmen:
den t. beschütten / wirken
;
etw
. (z. B.
den honig
)
den t. heissen
;
der t
. (Subj.) [wo]
herdurch mügen, sich zu tal lassen
;
der t. des heiligen geistes / süssen taues, der feuchte, des wachses
.

Belegblock:

Hübner, Buch Daniel (
omd.
, Hs.
14.
/
A. 15. Jh.
):
Maria diz rutel was, | [...] | Brengende ein clare blut | [...]. | Sust Gotis sun geborn ist | In des heilgen geistis tror.
Pyritz, Minneburg
1681
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
So let min herter synnes kisel | Sich wurken weich sam wahses tror.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
stopf mit ainem scharpfen mezzer die haut
[des zu bratenden Aals]
über al, daz der trôr herdurch müg.
Hercules [...] gruob daz ertreich ab [...] und truog new erden und stain dar und beschütt den drôr ze mâl und macht die stat trucken.
Primisser, Suchenwirt (
oobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
Als des suͤzzen taues tror | Tzu tal sich aus ir chlozzen liez, | Ich sach der bluͤnden blǔmen spriez.
Pyritz, a. a. O.
1975
;
Pfeiffer, a. a. O. .