trieger,
der
;
–/-Ø
.
›Betrüger, Blender, Verführer‹;
vgl. (V.) 12.
Bedeutungsverwandte:
 12,  2, ; vgl.  12, ,
1
 2,  2, ,
2
,  1.
Wortbildungen:
triegerin
.

Belegblock:

Luther, WA (
1540
/
5
):
[Paulus] predigt, das wir so ungern horen, Niemand ist mer stoltz, wucherer, falsch, lugener, trieger, wo wil er hin, der Apostel?
Pyritz, Minneburg
4012
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
Ich mein dich, wyp mit geteilter mynne | Und auch du mannes triegerinne!
Sachs (
Nürnb.
1559
):
Die trieger weren in den dingen | Ir leben nit zum halbtail pringen.
Bihlmeyer, Seuse (
alem.
,
14. Jh.
):
Ellú dú reinú menschen [...] sehent mich nu an als einen boͤsen trieger der welt.
Ich sitze bloz, wan min valschen minner, mine waren trieger, [...] hein mich valschlich und ellendklich gelazen.
Goldammer, Paracelsus
2, 129, 9
(
1530
/
5
):
er vorhengt auch gewalt den bösen, wucherern, bescheißern, triegern.
Kehrein, Kath. Gesangb. (
Basel
1518
):
Ach arger trieger sathanas | Billich so treist du gottes haß.
Vgl. ferner s. v.  2.