treushand,
treuenhand,
auch
treusmanshand,
treumanshand,
die
;
–/-e
;
Nähe zum Syntagma; zur Bildungsweise vgl.
Dwb
11, 1, 2, 264
;
Schwäb. Wb.
2, 374
.
›treuhänderische (stellvertretende, nicht von eigenen Interessen geleitete) Aufsicht, Verwahrung oder Verwaltung von fremdem Eigentum, fremden Rechten u. Ä.‹; metonymisch auch: ›(schriftliche) Vollmacht, Testament‹; ›Treuhänder; Bevollmächtigter‹;
vgl.  6,  3,  9.
Zur Sache:
Lex. d. Mal.
8, 978
 f.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld): , ,  1; vgl.
1
 7,  2,  3, (
die
6, (
die
4,  2.
Syntagmen:
eine t. von etw. machen
;
etw
. (Subj.)
in t. gelegt, in der t. verschrieben sein, j. etw. in t. innehaben, jm. etw. in / zu t. zu behalten geben, jm. etw. zu treushanden befelen, etw. zu t. nieder legen, j. zur t. gekoren sein
;
der getreue trager in treushanden
.
Wortbildungen:
treuenhandschaft
(a. 1346).

Belegblock:

Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
9496
(
rib.
,
1444
):
is sij gekoren zo truwehant | En wech zo deilen dat restant.
Chron. Mainz
1, 292, 12
(
rhfrk.
,
15. Jh.
):
haben auch Claren zu Wylprachts eiden, [...], ein satzunge und truwenhant von allem irme gude gemacht und truwenhender gesatzet.
Sachs
17, 340, 16
(
Nürnb.
1563
):
Das ubrig, mantl, befilch ich dir | Zu trewshanden, zu bhalten mir.
Dirr, Münchner Stadtr.
363, 177
(
moobd.
,
1340
):
Von triws hant. [...] Swer dem andern in triws hant ze behalten geit oder enpfilcht.
Vogel, Salb. Heiliggeistsp.
59, 6
(
moobd.
,
n. 1390
):
hat des spitals smit die brief darvmb inne in trewsmans hant.
Chron. Mainz
1, 218, 31
;
Sachs
14, 156, 30
;
165, 35
;
Vock, Urk. Hochst. Augsb.
245, 19
;
Chron. Augsb.
2, 220, 28
;
Bastian u. a., Regensb. UB
176, 32
;
Pfälz. Wb.
2, 501
;
Schwäb. Wb.
2, 374
 f.;
Cirullies, Rechtsterm. Anh.
1981, 328
.