trendeln,
auch
treneln,
trindeln,
V.;
zu
mhd.
trendel, trendelen
(), nhd.
1
Trendel
,
1
trendeln
().
1.
›etw. rollen; sich drehen‹; auf den Zustand der Trunkenheit bezogen auch: ›schwanken, torkeln‹;
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1,  1,  1, ,  3, , , , .

Belegblock:

Rot
348
(
Augsb.
1571
):
Reuoluirn, Wider vmbhin walgen / widerweltzen / hinumb trandeln. Jtem durchlauffen / durch lesen / durch pleteln.
Klein, Oswald
72, 3, 3
(
oobd.
,
1415
[?]):
Nu trinck wir auss dem fläschlin! | lassen wir den kopf, | so trenelt uns der schopf.
Drescher, Hartlieb. Caes. (
moobd.
,
1456
/
67
):
Ein purgerinn [...] hyesz den rayff der zwelfpoten, [...], umb treneln, welcher ir nach dem lossz geviel.
Wackernell, Adt. Passionssp. H. III,
1920
(
tir.
,
1514
):
[Die] prentn wein vaill habm: | So kumen dan hin zue dy jungen knaben | Und trendln da in die lettzeltn.
2.
›etw. (z. B. Getreide, Hülsenfrüchte) wie mit einer Drehbewegung von den Schalen befreien, enthülsen‹; in beiden Belegen als part. Adj.
getrendelt
gebraucht;
Bedeutungsverwandte:
4
 2021, , , ; vgl. (V.) 4,  2.
Gegensätze:
.

Belegblock:

Chron. Augsb. 4, 327, Var. z. Z.
16
(
schwäb.
,
v. 1536
):
ain vierling ungetrindlet erbis [...] ain vierling getrindlet gersten.
Henisch (
Augsb.
1616
):
Getrendelt / gebrochen / gespalten / gerolt / geschraden [...]. Getrendelte Bonen / Erbis.