1
trächtig,
Adj.;
zu
1
.
›fruchtbar, fruchttragend‹ (von Menschen, Tieren und Pflanzen); speziell: ›schwanger‹; allgemeiner sowie ütr. auch: ›belastet, mit einer Last beladen‹;
vgl.
1
 11718.
Bedeutungsverwandte:
, ; vgl.  12,
2
 1,
1
(Adj.) 4,  2,  1, , (s. v.
1
 1718).
Syntagmen:
ein schaf x tage t. sein
;
etw
. (z. B.
ein wagen
)
einer last t. sein
;
der trächtige ölbaum / stok, die trächtige kobel / natur, das trächtige pläzlein
.
Wortbildungen:
trächtigkeit
.

Belegblock:

Lappenberg, Fleming. Ged.
129, 59
(
Lübeck
1634
):
Er sieht ihm, [...] | ein trächtigs Plätzlein aus, das er nicht kaufen muß.
Strehlke, Nic. Jerosch. Chron.
509
(
preuß.
,
um 1330
/
40
):
diss spitâlis pflanzunge | [...] | in gar bezitir trechtikeit | brengin vrucht der sêlikeit.
Ziesemer, Marienb. Konventsb.
288, 17
(
preuß.
,
1412
):
vor eyne trechtege kobel dem karwansherren [...] gekowfft.
Luther, WA
21, 17, 38
(
1528
):
das die weiber ynn sieben jaren nicht sollen schwanger odder trechtig sein.
Kurz, Waldis. Esopus
3, 95, 26
(
Frankf.
1557
):
Weil du [der alt Wagen] bist alt vnd abgetriben, | Dein Blech an Achssen duͤnn geriben, [...] | Dein Speichen mager vnd onmechtig, | Vnd dennoch solcher last bist trechtig.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
136, 4
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Wann man [...] hopfen zeugen will, soll man sich erkundigen, welche gartner [...] gute trachtige stocke haben.
Ebd.
169, 28
:
Ein schaf ist 150 tage trechtig.
Gajek, Köler. Maÿen-Lust
64, 20
(
Breslau
1642
):
Daß alles was im See / vnd in den Waͤldern geht / | [...] sey erst erschaffen worden | Zu solcher Frúhlings⸗Zeit / da allen Sang und Orden | Die traͤchtige Natur den Dingen hat gemacht.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
9, 45, 7
(
Straßb.
1466
):
Der herr rieff deinen namen einen trechtigen
[
Luther
1545, Jer. 11, 16:
grünen
]
oͤlbaum vnd einen schoͤnen ein fruchtpern ein wunnsamen.
Helm, H. v. Hesler. Apok.
14993
;
Ziesemer, a. a. O.
291, 8
;
Schweiz. Id.
14, 301
.