toling,
Adv.;
Schreibung von ;
zu
mhd.
tage-lanc, tâlanc
›von jetzt an den Tag hindurch, heute‹
(
Lexer
2, 1390
).
›heute den ganzen Tag, ständig; schon längst‹.
Bedeutungsverwandte:
 1; vgl.  1,  1,  3, (Adv.) 2,  3.

Belegblock:

Froning, Alsf. Passionssp.
921
(
ohess.
,
1501 ff.
):
ich hoffen, das uns tolling keyn leyt | hude von tage solle ubergan.
Ebd.
1429
:
was sal ich uff disser erden gethan? | nu wart mer dillingk nut gegeben.
Sachs
21, 50, 34
(
Nürnb.
1557
):
Darzu hab ich gesammlet zwar | Nun doling biß ins sibend jar.
Ebd.
70, 32
(
1559
):
Wo ist nur der knecht Heintz so lang? | Er solt ie doling kommen wider.