tochter,
die
;
-Ø/-Ø
+ Uml.
1.
›Tochter, weibliches Kind; erbberechtigter, mit Mitgift auszustattender und zu verheiratender weiblicher Nachkomme ersten Grades‹;
tochter
als relationaler Ausdruck impliziert in dieser Bedeutung immer das familienbestimmte gesellschaftliche Zugehörigkeits- und Standesverhältnis sowie die Rechtsgewalt der Eltern, vorzugsweise des Vaters.
Bedeutungsverwandte:
 12; vgl. ,  1,  1,  1.
Syntagmen:
eine t. aberwerben / abfreien / gebären / haben / opfern / schwängern / tragen
›mit einer Tochter schwanger sein‹
/ vergewaltigen / vermähelen / zeugen, lebendig machen, darnieder legen, hinter sich lassen, die t. etw. leren, nicht töten dürfen, die t. jm
. (z. B.
einem manne
) /
zu etw
. (z. B.
zu dem kloster / zu einem eheweib / zu einem orden
)
geben, die t. zum weib nemen
;
die t
. (Subj.)
jm. sterben, eine t. unverheiratet sein, jm
. (z. B.
dem vater
)
lieb / schön, der mutter gleich sein, schwanger / ungeraten werden, jm. gefolgen / nachgehören sollen, die t. etw. teilen, die hand an vater und mutter legen, an jn. bestattet
›verheiratet‹
sein
;
der t. helfen, etw. bescheiden
;
j. nach js. t. stehen, etw
. (z. B.
güter
)
auf eine t. kommen, die ehe mit einer t. brechen, jn. um eine t. bitten
;
die t. des gevatters / königs / meisters, einer tochter / schwester
 ;
die arme / eheliche / erliche / junge / kleine / ledige / manbare / natürliche / selige / unbestattete / zeitige t.
;
der werber um eine t
.
Wortbildungen:
tochterkalb
(a. 1596),
tochterkind
,
tochterlach
,
tochterson
.

Belegblock:

Pfefferl, Weigel. Ges.
33, 1
(
Hamburg
1646
):
Darumb folget aus dem höchsten [...] geboth, [...] das Vierdte gegen dem Menschen er sey Regent oder vnterthan, es sey Vater oder Sohn, mutter oder Tochter, Herr oder Knecht.
Große, Schwabensp.
48a, 33
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
daz mach den dochter kinderen nicht wedder varen.
Ebd.
137a, 16
:
Stirbet eyn man vnde lied hinder em sone vnde dochtere, [...], de kint [...] solen dat eygen mit eyn ander teilen.
Ebd.
173a, 12
:
gipt ein vater sine dochter vor maget enem manne vnde der voret se heim.
Wyss, Limb. Chron.
62, 19
(
mfrk.
, zu
1372
):
Mit namen was der ein anheber herzoge Otte von Brunswig, des Gottingen unde daz lant dar umb ist, der was dochterson lantgreben Heinriches von Hessen.
Buch Weinsb.
2, 346, 27
(
rib.
,
1577
):
war mins broders frauen broders naturliche dochter, an ein assenmechr [bestat].
Kehrein, Kath. Gesangb.
3, 203, 39
(
Köln
1582
):
[Das] ihre junge toͤchterlein, | Auch vnuerheirat blieben sein.
Sievers, Oxf. Benedictinerr.
33, 11
(
hess.
,
14. Jh.
):
daz etliche edel lude ir duchter opperen wollent gode zu dem clostere.
Österley, Kirchhof. Wendunmuth
1, 371, 5
(
Frankf.
1563
):
[die mutter] mußte im [son], der auch ir mann war, weitere schand fürzukommen, ihre tochter und neven [...] zu einem eheweib geben.
Hübner, Buch Daniel
6907
(
omd.
, Hs.
14.
/
A. 15. Jh.
):
Zu wiplichem orden | Gibet er im sin tochter.
Ebd.
7017
:
Dem kunge gibt er vorwar | Ein tochterlin zu wibe.
v. d. Lee, M. v. Weida. Spigell
85, 18
(
omd.
,
1487
):
Jst dÿe mutter nicht from. dÿe tochter wirtt auch gemeinlich also.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
94, 17
(
thür.
,
1474
):
ist der frouwen muther darnach [...] vorscheyden, so daz ir gud uff dy tochter starp.
Ebd.
116, 19
:
Ist eyn man [...] vorstorbin, der nach sich gelaßin hat Gertczschin, syne eliche tochter.
Thür. Chron.
9v, 31
(
Mühlh.
1599
):
das einer dem andern stehet nach seinem Weibe / nach seiner Tochter / Schwaͤster / Magdt.
Wendehorst, UB Marienkap. Würzb.
161, 31
(
nobd.
,
1476
):
hat sie beschiden alle verlassene habe [...] sollen ir kinde und tiechter gleich teylen.
Franck, Klagbr.
227, 2
(˹wohl
Nürnb.
˺
1529
):
so hefften dise beuch
[Kleriker]
[...] das sy aller menner / weiber / toͤchter vnd magt / ires rechtens machen / sy zu mißprauchen.
Bachmann u. a., Volksb.
216, 28
(
alem.
,
15. Jh.
):
das ir tochterkind wider komen was.
Chron. Strassb.
2, 533, 9
(
els.
,
A. 15. Jh.
):
brichet aber ein man sin e mit einre lidigen dohter, so git men ime ahtzig streiche.
Ott-Voigtländer, Rezeptar
213r, 7
(Hs. ˹
nalem.
,
um 1400
˺):
ob ain wib trag ainen sun oder / ain tohter.
Maaler
402v
(
Zürich
1561
):
Die Tochter einer tochter tochter. Proneptis. Die tochter meiner kindstochter. Abneptis. [...] mañbare Tochter. Filia nubilis. [...] Eim ein Tochter vermaͤchlen. Filiam alicui despondere.
Gilman, Agricola. Sprichw.
1, 1, 324, 2
(
Hagenau
1534
):
Ich will yhn heindtnacht umb keyn tochter bitten. [...] Eyn tochter ist dem vatter lieb.
Morrall, Mandev. Reiseb.
168, 19
(
schwäb.
,
E. 14. Jh.
):
In der ynsel nemend sie ir doͤchtren und schwestern und all ir frund zewibe.
Haltaus, Liederb. Hätzlerin
2, 85, 5
(
schwäb.
,
1471
):
Wie ain muͦter ir dochter lernet puͦlen.
Chron. Augsb.
3, 89, 20
(
schwäb.
,
E. 15. Jh.
):
sy hett ain hofmaister [...], bei dem truͦg sy zway kind, töchterlach
(Suffix nur als Diminutiv gebraucht).
Ebd.
4, 109, 11
(
Augsb.
1504
):
nun torft man das töchterlin und den knaben nit tödten von ir jugent wegen.
Ebd.
9, 124, 2
(
schwäb.
,
1544
):
was [...] armen, erlichen döchteren zu ainer haussteur gegeben wirt.
Baptist-Hlawatsch, U. v. Pottenst.
1054
(
moobd.
,
A. 15. Jh.
):
wenn si gern ainen sun gepern so wirdet es ain tochter.
Große, a. a. O.
55a, 14
;
139a, 2
;
Peil, Rollenhagen. Froschm.
520, 440
;
Köbler, Ref. Wormbs
176, 22
;
Grosch u. a., a. a. O.
89, 28
;
90, 9
;
259, 2
;
Thür. Chron.
12r, 16
;
Ermisch, Freib. Stadtr.
283, 13
;
Bindewald, Texte schles. Kanzl.
40, 13
;
Wendehorst, a. a. O.
162, 30
;
Dietrich. Summaria
18v, 25
;
23v, 19
;
Chron. Strassb.
1, 47, 11
;
Rennefahrt, Stadtr. Bern
387, 27
;
Welti, Stadtr. Bern
392, 19
;
Bachmann, Morgant
76, 29
;
Lemmer, Brant. Narrensch.
49, 16
;
Chron. Augsb.
2, 150, 1
;
Barack, Zim. Chron.
1, 343, 28
;
4, 270, 13
;
Auer, Stadtr. München
222, 6
;
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
4, 6
;
87, 1
;
Roth, E. v. Wildenberg
113, 22
;
Rintelen, B. Walther
120, 21
;
Brack
a 7v
;
Dasypodius
308r
;
Maaler
481v
;
Mylius
B 5r
;
Pfälz. Wb.
2, 309
;
Schwäb. Wb.
2, 237
 f.;
239
.
Vgl. ferner s. v. ,  1,  3,  28,
1
 9,  413;  6,  7,  2.
2.
›Person weiblichen Geschlechts (oft, aber nicht notwendigerweise in ihrer Zugehörigkeit zu einem Volk, einer Stadt, einer bestimmten Gemeinschaft o. Ä.)‹; eng an 1 anschließbar, im Unterschied zu diesem verallgemeinernd; speziell mit positiver Konnotation: ›jüngere, in der Regel unverheiratete Frau, Mädchen, das moralisch bestimmten normativen Ehrgesetzen unterworfen ist; Jungfrau‹; negativ in der festen Wendung
freie tochter
›Prostituierte, Hure‹.
Bedeutungsverwandte:
 2,  2; vgl.  2,  1.
Syntagmen:
eine t. ansprechen / anstrengen / beschwören / fürnemen / gewinnen / laden / lieben / hinweg füren / hinweg tragen
;
eine t
. (Subj.)
aufmerken / dienen, ere / lob haben
;
einer t. hold werden
;
mit einer t. gnade wirken / hochzeit haben
;
die erbare / gute / herzige / hübsche / jüdische / junge / reine / selige / zarte t
.;
töchter Moab, von Jerusalem
.
Wortbildungen:
tochterhaus
›Bordell‹,
töchterschänder
.

Belegblock:

Quint, Eckharts Pred.
1, 291, 7
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
Ir töhter von Iêrusalem, niht enmerket mich, daz ich brûn bin!
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
4, 8
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
Da haben wir
[Tod]
mit einer erbern seligen tochter unser genade gewürket.
Ebd.
9, 11
:
Micheler eren het ich, wann die gute die reine tochter einleite mit iren kinden in reinem neste gefallen. [...] „Dank, lob und ere habe die zarte tochter.“
v. d. Lee, M. v. Weida. Spigell
46, 36
(
omd.
,
1487
):
das dÿe gewaldigen nicht strafften manchfeldige ehbrechreÿ [...] von den kindern von Jsrahell mit denn tochtern moab vorbracht.
Bihlmeyer, Seuse
66, 11
(
alem.
,
14. Jh.
):
[Dis] hat gesehen ein toͤhterli, daz waz ein kind von siben jaren.
Bachmann u. a., Volksb.
7, 26
(
alem.
,
15. Jh.
):
sunderlich was eins herczigen töchter under den xx jungfrow, und die alle zit solt bi siner gemachlen sin.
Chron. Strassb.
1, 341, 7
(
els.
,
A. 15. Jh.
):
[Calligula] det die edeln frowen die nüt woltent sinen willen tuͦn, in ein offen döhterhus, do varende frowen inne worent.
Bolte, Pauli. Schimpf u. Ernst
1, 58, 25
(
Straßb.
1522
):
Auf ein Zeit het ein Dochter gedient in einer Stat und leid vil Anfechtung von den Mannen.
Ebd.
64, 26
:
einmal beschwuͦr man eine junge Dochter.
Welti, Stadtr. Bern
103, 22
(
halem.
,
1416
):
wer der ist, der in vnser stat [...] dehein tochter oder frǒwen, oder ein tochter oder frǒw als fuͥr sin elich wip oder man an spricht [...].
Gagliardi, Dok. Waldmann
1, 313, 11
(
halem.
,
1488
):
der kostlichen kleider halb, so frowen und tochtern anmachen und tragen.
Bachmann, Morgant
248, 33
(
halem.
,
1530
):
der [löw] was schon wyder uß der stat und truog ein töchterly hinweg, das zerreyß er.
Maaler
27r
(
Zürich
1561
):
Ein tochter Anstrengen / oder der vneeren zuͦ muͦtten.
Ebd.
91v
:
Dochter [...] Ein hüpsche junge zarte Dochter oder magt vnnd jungkfrauw.
Ebd.
402v
:
Ein Tochter / magdt. Virgo. [...] Einfaltig vnd schamhafftiger mensch wie ein Tochter. Virginali uerecundia homo. Zucht die einer Tochter wol anstadt. Virginalis modestia. [...] Toͤchterschender. Stuprator.
Müller, Nördl. Stadtr.
98, 34
(
schwäb.
,
1370
/
75
):
[Man soll] den freyen toͤchtern noch sonst niemandt in kain weg weder wein, brot noch kost geben.
Glitsch u. a., Hofger. Rottw.
72, 5
(
schwäb.
,
um 1435
):
Von ainer tochter, die under vierczehen jaren ist und geladt wirt.
Chron. Augsb.
2, 124, 26
(
schwäb.
, Hs.
16. Jh.
):
da ward ich ainem töchterlin hold.
Ebd.
5, 219, 19
(
1523
/
7
):
hett doctor Frosch hochzeit mit ainer jungen tochter.
Ebd.
7, 93, 4
(zu
1548
):
dann die knecht gar ain großen troß mit huren gehabt und vil megt und töchter hinweck gefurt.
Barack, Zim. Chron.
2, 433, 12
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Die [dienstmagdt] hat die jungen döchter geliept.
Dreckmann, H. Mair. Troja
16, 9
(
oschwäb.
,
1393
):
wie getorstistu, ye ain jung tohter haizzen sitzen zu ainem frömden mann.
Piirainen, Stadtr. Sillein
54b, 28
(
sslow. inseldt.
,
1378
):
daz der dynstman pei freien weibern chein tochter vrei moͤcht gewinnen.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
109, 34
(
tir.
,
1464
):
Da süllen auf mërkhen die jungen töchter, das si wiczig werden vnd [...] mërchkhen, was der jungen frauen widerfaren ist.
Froning, Alsf. Passionssp.
5546
;
Bolte, a. a. O.
317, 30
;
Bachmann u. a., a. a. O.
267, 32
;
Bauer, a. a. O.
159, 24
;
Schwäb. Wb.
2, 237
 f.
Vgl. ferner s. v. ,  3.
3.
›weibliche Person oder als solche gedachte Größe, die positiv wie negativ in eine direkte Generationenfolge bzw. Nähebeziehung zu jm. / etw. gestellt wird‹; in positiv-theologischen Kontexten: ›weibliche Person oder als solche metaphorisierte Größe, die in besonderer Weise durch Gotteskindschaft, Gottesnachfolge, Gottesnähe gekennzeichnet wird‹; häufig bezogen auf die als ,Gottesmutter‘ bezeichnete Maria sowie auf Frauen, die ihr Leben in die Nachfolge Christi stellen: ›Nonne‹; ütr. auch auf die Stadt Jerusalem; anschließbar an 1.
Gehäuft Texte der Sinnwelt ,Religion / Didaxe‘.
Phraseme:
tochter Sion
ehrende Personifikation der Stadt ›Jerusalem‹.
Bedeutungsverwandte:
 2.
Syntagmen:
etw
. (z. B.
die sele
)
js
. (z. B.
des ewigen königs
)
t. werden
;
t. gottes / des ewigen königs
;
die zierde der t., die zal der töchter
.

Belegblock:

Luther, WA
1, 701, 34
(
1518
):
Darumb hab ich geteütscht ,kindschaft‘, und nicht ,kindthait‘, als manschafft haißt versamlung der maͤnner, priesterschafft der priester, also seind kindtschafft die gantz gemain, seine suͦn und toͤchtern.
Luther. Hl. Schrifft. Klagl.
Jer. 2, 15
(
Wittenb.
1545
):
Alle die fur vber gehen / klappen mit Henden / pfeiffen dich an / vnd schütteln den Kopff vber der tochter Jerusalem.
Ebd.
Jer. 4, 31
:
ich höre ein geschrey [...] der tochter
[
Cranc
, M. 14. Jh. /
Wormser Proph.
/
Dietenberger
1534 /
Eck
1537:
geberenden
o. Ä.]
Zion / die da klagt / vnd die hende auswirfft.
Ebd.
6, 2
:
Die tochter Zion ist / wie eine schöne vnd lustige Awe.
Quint, Eckharts Trakt.
406, 2
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
des küniges tohter
[bezogen auf Maria]
hât alle ir êre von ir inwendicheit.
Steer, Schol. Gnadenl.
3,
O1, 323 (
rhfrk.
1375
):
von der gnade wegen so wirt die sele ein gemahel Cristi vnd ein tochter des ewigen kuͦniges.
Sievers, Oxf. Benedictinerr.
1, 9
(
hess.
,
14. Jh.
):
daz er an uch vollenbrenge, der uns gewirdeget hat zu dune in die zale siner duchtere [...] daz er uns als ein irzurnet vader sine dochtere indrube noch als ein irzurniger herre sine boden dirnen uns insende nit zu der ewigen pinen.
Jahr, H. v. Mügeln
1905
(
omd.
, Hs.
1463
):
ich [Barmherzikeit] gottes tochter bin.
Schönbach, Adt. Pred.
11, 22
(
osächs.
,
1. H. 14. Jh.
):
vroue dich genuch, tochter von Syon, sing, tochter von Jerusalem.
Kehrein, Kath. Gesangb.
2, 386, 6
(
Leipzig
1537
):
Mit dem stab durch Moab, | Vom felß der wuͤst zu der dochter fuͤß, | Gen Syon den berg.
Gille u. a., M. Beheim
444, 28
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
ich halt, daz sy [simonei] dem teufel sei | der aller liepsten tächter ain. | wan sy ist auss geschelet | vor den tachtern allen gemein.
Vetter, Pred. Taulers
11, 17
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
Alle die zierde des kúniges dohter die ist von innan
(Bezug auf Maria).
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
2, 123, 10
(
Straßb.
1466
):
ir wert mir zuͦ súnen vnd zuͦ toͤchtern spricht der herr gott.
Roloff, Brant. Tsp.
7
(
Straßb.
1554
):
Wie der [Hercules] ein urtheyl geben zwischen in beyden [Tugendt / fraw Wolust] | Damit die verlorne toͤchter all | Wider kommen in der Tugent stall.
Haltaus, Liederb. Hätzlerin
1, 131, 123
(
schwäb.
,
1471
):
Die dochter uon Syon, | Die vns hat pracht alpha et o, | Den weisen Salomon.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
70, 34
(
oobd.
,
1349
/
50
):
dû gevangneu tohter Syôn, sitz in der aschen, daz ist in dêmüetichait.
Piirainen, Stadtr. Sillein
35b, 24
(
sslow. inseldt.
,
1378
):
dv gebenedicte maria Dochter des ewige͂ vaters.
Froning, Alsf. Passionssp.
2610
;
Mone, Adt. Schausp.
1, 2163
;
Gille u. a., a. a. O.
259, 22
;
Anderson u. a., Flugschrr.
19, 5, 11
.
Vgl. ferner s. v.
1
 2, .
4.
›Filiale, Beikirche; eine einer anderen Kirche untergeordnete Zukirche‹.

Belegblock:

UB ob der Enns
9, 335, 7
(
moobd.
,
1377
):
[Mareinchirichen] die ein tochter vnd zü chirichen ist. derselben Pfarrchirichen ze sand florian.