terra sigillata,
die
;
aus
lat.
terra
›Erde‹
und
sigillare
›kenntlich eindrücken, hervorheben‹
(Georges
2, 2658
;
3078
).
›fette Tonerde‹, als Arzneimittel verwandt und häufig mit Siegel versehen.

Belegblock:

Fischer, Folz. Reimp.
44, 344
(
Nürnb.
1482
):
Vort sey ein yder drauff besint, | So erst er diser sucht enpfint, | Das er diß pulvers an gefer | Nem dreyer guten quintin swer: | Von erst ein uncz bolum armenum, | Terram sigillatam, diptamum [...].
Sudhoff, Paracelsus
10, 75, 13
(
1536
):
so die recht terra sigillata uber gelegt wird mit einem rosenwasser, das erhalt in, er seie dan gar zum ausrinnen verwundet. aber dise terra sigillata wil kein apoteker kennen, ist in mer ein schant dan lob; die ist in wol bekant die aus weißem letten
[›Tonerde‹]
gemacht wird und das sigel eingehenkt.
Menge, Laufenb. Reg.
5486
(Hs. ˹
nalem.
,
um 1470
˺):
.E. man uß dem huse gat | Agaricus vnd ouch da by | Terra sigillata sy.
Scholz, Lanfrank. Chir. Parva
234r, 9
;
Wutke, Schles. Bergb., Cod. Sil.
21, 162, 3
;
Fischer, a. a. O.
45, 238
;
Sudhoff, a. a. O.
7, 77, 29
;
10, 97, 1
.