temperung,
die
;
-Ø/–
;
zu .
1.
›Mischung, richtiges Mischungsverhältnis‹; oft auch konkret: ›Gemisch‹; offen zu 2.
Syntagmen:
die t. giessen
.

Belegblock:

Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
195, 25
(
oobd.
,
1349
/
50
):
wer daz weiz in den airn nimt und læzt ez in ain trüebz getrank oder in ainen syropp, daz macht ez lauter und dünn. alsô mach wir in däutschen landen die trüeben wein [...] in sölher temperung.
Schmitt, Fachprosa
69, 39
(
böhm.
,
2. H. 13. Jh.
):
wirf daz ros nider und stoz im den stab in den hals, untz im dy ayzze zeprechen, und gevz im dy temperung in den hals.
Follan, Ortolf. Arzneib.
2, 16
;
Keil, Peter v. Ulm
277
;
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
9, 288, 19
;
Bartsch, Reinfrid
26408
;
Eis, Albrants Roßarzneib.
111, 14
;
ders., Gottfr. Pelzb.
155, 14
;
Jelinek
713
.
Vgl. ferner s. v. ,  1.
2.
›Mäßigung, rechtes Maß‹.
Texte religiösen und didaktischen Inhalts.
Syntagmen:
etw. in der t. halten, mit t. zieren
.

Belegblock:

Kurrelmeyer, Dt. Bibel
2, 213, 19
(
Straßb.
1466
):
Vnd zegeleicherweys die weib in die geordent gewant zeziern sich mit scham vnd mit temperung.
Rieder, St. Georg. Pred.
150, 25
(Hs. ˹
önalem.
,
um 1300
˺):
swer reht in der temperunge stat, der behaltit die tuginde der beschaidinhait, de ist ain berihterin der tuginde.
Schmidt, Rud. v. Biberach
157, 6
(
whalem.
,
1345
/
60
):
An dirre red merken wir, daz der erst staffel
[›Grad‹]
der temperunge behuͤt den menschen vor vbergange
[›Übertretung‹].
Rieder, a. a. O.
265, 17
;
Schmidt, a. a. O.
174, 27
;
Spechtler, Mönch v. Salzb.
7, 22
.