tempelknecht,
der
.
1.
meist abwertend: ›kirchlicher Würdenträger (der jeweils gegnerischen Religion)‹;

Belegblock:

Kurz, Murner. Luth. Narr (
Straßb.
1522
):
Ein grimen zan den tempelknechten, | Den gugelbuͦben gleißner zoͤgen.
Sachs (
Nürnb.
1543
):
Vermanung des pabstes zw seinen thempel-knechten. | Seit wolgedröst, ir thempelknecht! | Die pastorey die duet noch recht: | Cardinel, pischoff, münch und pfaffen, | Die ich zw meim dienst erschaffen.
Anderson u. a., Flugschrr.
7, 6, 13
.
2.
›Kirchendiener, Küster‹;
Bedeutungsverwandte:
; vgl. .

Belegblock:

Schöpper (
Dortm.
1550
):
Aedituus. Sigrist tempelknecht.