taufe,
selten
täufe,
die
;
-Ø/–
;
vgl. .
– Vor allem omd., oobd. und nobd., ab dem 16. Jh. auch in den anderen Regionen stärker belegt.
1.
›Sakrament bzw. Zeremonie der Taufe‹.
Syntagmen:
die t. annemen / misbrauchen
;
sich zu der t. begeben, bei der t. stehen, jn. zu der t. tragen
;
die heilige / rechte / selige / unverstandene t.
;
sacrament der t
.
Wortbildungen:
s. unter
tauf
.

Belegblock:

Pfefferl, Weigel. Ges.
24, 28
:
Christus ist die Tauffe selber.
Luther, WA (
1544
):
Denn sie alle beide lereten die grosse kunst, nemlich, Das in der Tauffe schlecht wasser sey, Und im Sacrament schlecht brod und wein sey.
Anderson u. a., Flugschrr.
19, 5, 23
([
Eilenb.
]
1524
):
er hat sich nye kein mal [...] geeussert oder beweyset / in allen buchern der kirche͂ lerer / von yhres schreybens anfang / was die rechte tauffe sey.
Dienes, E. Gros. Witwenb.
8, 2
(
Nürnb.
,
1446
):
Die kynder, die sterben an
(›ohne‹)
die tauff [...], die sterben in erb sünden.
Dietrich. Summaria
25r, 33
(
Nürnb.
1578
):
Nu aber koͤnnen sie im newen Testament zur gnad / on die Tauff / nicht kommen.
Müller, Stadtr. Ravensb.
209, 23
(
oschwäb.
,
um 1420
):
Es sol och nieman ze dehain toffi nicht mer denne ain schiling pfennig geben.
Baptist-Hlawatsch, U. v. Pottenst.
1897
(
moobd.
,
A. 15. Jh.
):
Nu muz der geist got sein, wann allew ding eruorschen oder eruaren vnd auch die tewffe gotes ist chainer creatur nicht geaygent.
Reithmeier, B. v. Chiemsee , 1c (
München
1528
):
daz yglicher mensch mit leib vnd geist der sünde gefangen ist, bis sein geist durch die tauf erledigt wirt.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
124, 2508
;
Große, Schwabensp. ;
Alberus, Barf. Vorr. Alb. ;
Koeniger, Sendgerichte ;
Österley, Kirchhof. Wendunmuth ; ;
Anderson u. a. a. a. O.
19, 4
;
Dietrich. a. a. O.
25r, 13
;
Baptist-Hlawatsch, a. a. O.
218
;
Moscouia
B 4v, 22
;
Mylius
G 5r
.
Vgl. ferner s. v.  5,  4,  2, (
die
2, ,  3.
2.
›Taufwasser‹.
Syntagmen:
die t. segnen
.

Belegblock:

Chron. Nürnb. (
nobd.
,
1488
):
Daß man die kerzen, aschen, palmen und das weichwaßer und saltz, auch die tauf und ander ding segen, sei ein gelechterlicher spot.
Buijssen, Dur. Rat.
32, 3
;
3.
›Taufbrunnen, Taufbecken‹.
Syntagmen:
jn. aus der t. heben
›taufen‹,
in die t. scheissen
.

Belegblock:

Buch Weinsb. (
rib.
,
um 1560
):
A. 1550 22. marcii ist die tauf s. Jacob under den clocktorn gesatzt.
Strehlke, Nic. Jerosch. Chron. (
preuß.
,
um 1330
/
40
):
sô was ein hûrnsun undir in, | dem sô gar di zucht intsleiz, | daz er in di toufe scheiz.
Chron. Nürnb. (
nobd.
,
E. 15.
/
A. 16. Jh.
):
am freitag nach pfingsten da flug das weter aber zu sant Lorentzen in die kirchen durch das gewelb und flug die grossen eisnein keten ob der tauf und den knopf an der tauf hut herab zu stüken.
Lau, Qu. Neuß ;
v. d. Lee, M. v. Weida. Spigell
70, 22
;
Vgl. ferner s. v.
4
(Adv.) 8.