talame,
tala,
Adv.;
aus
mhd.
tagelanc, tâlanc
›den Tag hindurch, heute‹
(Lexer
3, 1390
).
›jetzt, nunmehr, nun endlich‹;
Belege überwiegend alem.; 1. H. 16. Jh.

Belegblock:

Bihlmeyer, Seuse
77, 6
(
alem.
,
14. Jh.
):
luͦg, daz ist der gifttrager! Er endrúnnet úns tala, er muͦss ertoͤdet werden!
Bolte, Pauli. Schimpf u. Ernst
1, 65, 15
(
Straßb.
1522
):
wan der Ritter zuͦ lang in der Kirchen betten wolt, so sprach der Tuͦffel: ,Wie lang wiltu murmlen? Es ist dolme gnuͦg‘.
V. Anshelm. Berner Chron.
2, 227, 1
(
halem.
,
n. 1529
):
man soͤlte nun talame der Swytzer fust [...] wol glert hon kennen.
Bächtold, N. Manuel. Elsli
267, 256
(
Basel
1530
):
Eb wir denn jetzt nun nit tallome | Sollend unser kuntschaft stellen.
Gagliardi, Dok. Waldmann
1, 51, 29
;
Jörg, Salat. Reformationschr.
549
;
577
;
Fischer, Folz. Reimp.
39, 684
.