tagreise,
tagereise,
die
;
–/-n
, auch
.
›Reise von der Dauer eines Tages‹; als Metonymie auch: ›die dabei zurückgelegte Wegstrecke‹;
vgl.  14.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  2, ,  2.
Syntagmen:
eine t. gehen / haben / kommen / reiten
;
etw. von der t. sagen
;
die grosse t
.

Belegblock:

Tiemann, E. v. Nassau-S. Kgn. Sibille
117, 33
(
rhfrk.
,
um 1435
):
Die herren rieden hinweg / Jch sage uch nit von yrer dagereyse dann sie rieden also lange / das sie gheyn Constantinopel qwamen.
Knape, Messerschmidt. Bris.
35, 26
(
Frankf./M.
1559
):
Das vorgenant thal Cartana / ist wol vier tagreiß lang.
Gerhardt, Meister v. Prag
20, 29
(Hs. ˹
nobd.
,
1477
˺):
sie meinten er wer auf dem weg, da gingen sie ein tagreis vnd suchten in vnter den freunden vnd kinden.
Leidinger, V. Arnpeck
55, 8
(
moobd.
,
v. 1495
):
Als nun des kaisers volck mit großen tagraisen der fürsten her [...] erraicht.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
4, 29
;
Lippert, UB Lübben
2, 118, b, 3
;
Chron. Nürnb.
5, 482, 8
;
Reichmann, Dietrich. Schrr.
114, 7
;
Schib, H. Stockar
109, 25
;
Baumann-Zwirner, Augsb. Volksb.
1991, 413
;
Schwäb. Wb.
2, 29
.
Vgl. ferner s. v.  9.