tagfart,
tagefart,
die
.
1.
›Gerichtstermin; für einen bestimmten Tag anberaumte gerichtliche Verhandlung‹;
vgl.  910.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  1.

Belegblock:

Toeppen, Ständetage Preußen
2, 388, 11
(
preuß.
,
1439
):
Item von dem geistlichen rechte, alsz das man und weyb ere gutter eyner dem andern uffgetragen hat, dasselbige wil unsir herre homeister dem hern bischoff zcu Colmenzee vorschreiben, das is bleibe bis zcur nehesten tagefart anstehende.
Wattenbach, Urk. Rauden
221, 12
;
Schwäb. Wb.
2, 27
.
Vgl. ferner s. v.  17.
2.
›Reise von der Dauer eines Tages‹;
vgl.  14.
Bedeutungsverwandte:
vgl. , ,  2.
Syntagmen:
eine t. volenden / nemen / tun
.

Belegblock:

Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
3547
(
rib.
,
1444
):
dat du durch alle dese lant | Geyne dachvart doen en machs de doge | Off dir zo staden komen moege.
Gropper. Gegenw.
27, 19
(
Köln
1556
):
swenne daz kint wirt geborn, so ist iz zu hant ein pilgrim unde tut alse tegeliches eine tagevart zuͦ dem tote.
Strehlke, Nic. Jerosch. Chron.
114
c, 16789 (
preuß.
,
um 1330
/
40
):
Und dô sî aus herabe | eine tagevart genâmin | und des andrin tagis quâmin | mit des roubis zinse | in einen walt.
Meijboom, a. a. O.
11434
;
Päpke, Marienl. Wernher
3990
;
5553
.