taber,
täber,
der / das
;
–/-Ø
;
zu
mhd.
taber, teber
›Befestigung, befestigter Ort, Wagenburg‹
(Lexer
2, 1383
), dies aus
aslaw.
taboru
,
nslaw.
und
ung.
tabor
›castrum‹
(Dwb
21, 7
).
›befestigter Ort, befestigtes Lager‹; speziell ›Wagenburg‹.
Obd.; chronikalische Texte, auch Rechts- und Wirtschaftstexte.
Syntagmen:
einen t. aufschlagen / bauen / halten / machen
;
j.
(Subj.)
in dem t. bleiben, jn. in dem t. gefangen nemen, etw. mit tabern besetzen / verbauen, zum t. fliehen
;
eroberung der t
.

Belegblock:

Chron. Nürnb.
3, 42, 14
(
nobd.
,
1488
):
und fieng an zu bawen ein thurn und hieß den specula ein beschawer, dorumb hielt er den winter sein teber.
Chron. Augsb.
2, 117, 7
(
schwäb.
, Hs.
16. Jh.
):
ir waren ain tail in dem taber beliben, die wolten sich nit ergeben.
Ebd.
3, 501, 12
(
schwäb.
,
1490
/
1500
):
sie gewunnen Neukirch ain marckt, den umgruͦben sie auch und machten ainen teber darauß.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron.
155, 37
(
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
Nun het der kunig all besetzung umb Wyenn inne [...] und die Tunaw hett der kunig mit tabern besetzt und verpawt.
Turmair
4, 332, 21
(
moobd.
,
1522
/
33
):
die Teutschen [...] namen auch ein perg ein, machten da ein täber und nerten sich mit raub.
Ebd.
5, 223, 10
:
Die Baiern und Franken, da si iren vortail ersahen, brachen si den halt, fielen in die hochzeitleut. Die gaben die flucht und flohen in obgenante eng zum teber.
Qu. Brassó
4, 240, 24
(
siebenb.
,
1655
):
12. Junii kompt Ihrer Fürstliche Gnaden Georgius Rakoczy mit grosser Heeresmacht in Burzenland und schlägt zuerst die Taber bei Türschburg auf.
Chron. Augsb.
2, 284, 24
;
Grossmann, a. a. O.
51, 17
;
146, 20
;
Lampel, Qu. Wien
1, 8, 15765, 4
;
Uhlirz, Qu. Wien
2, 3, 4501, 5
;
Brunner, Rechtsqu. Krems u. Stein
135, 40
;
Rechn. Kronstadt
2, 110, 8
;