täuscherei,
die
;
-Ø/–
.
›Täuschung, Betrug‹; in religiösem Kontext häufig eine Verfälschung des Wortes Gottes bzw. einen Verstoß dagegen bezeichnend.
Bedeutungsverwandte
; in religiösem Kontext:  1.
Syntagmen:
die t. dichten
;
t. des wortes gottes
;
die unhaftliche t
.

Belegblock:

Wyss, Limb. Chron.
64, 18
(
mfrk.
, zu
1374
):
Unde fant man, daz ez duisserie was unde ketzerie, unde geschach umb geldes willen, daz ir endeiles frauwen unde manne in unkuscheit mochten leben.
v. Liliencron, Dür. Chron. Rothe
690, 23
(
thür.
,
1421
):
Do antworte her den meistern, her were gesunth unde ane gebrechin unde sie weren tufel, unde alle der cristen lare were tuscherey.
Franz, Müntzer Schrr.
334, 16
(
Nürnb.
1524
):
Man wirt euch fortan mit einer newen logiken bescheischen mit teüscherey des wort Gotes.
Thiele, Chron. Stolle
335, 7
(
thür.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
Alss hatte lantgrave herman achtunge uff deme tagunge, des er icht mit tusscherige umbe ginge unnd er sleche sie.
Anderson u. a., Flugschrr.
14, 4, 10
(
Straßb.
1524
):
Lassent vns nit kinder sein / vnd vns waͤhen vnd wiegen lassen võ allerley wind der leren / durch schalckheit der menschen / vñ teüscherey / damit sie vns erschleichen zuͦ verfuͤren.
Lau, Qu. Neuß
13, 7
;
Thiele, a. a. O.
381, 19
;
382, 15
;
383, 9
;
Bell, G. Hager
78, 3, 18
;
Franz, a. a. O.
326, 5
;
Rosenqvist, Frz. Einfluß.
1943, 570
.