syncope,
die
.
1.
eine durch 2; 4, , 2 verursachte, die
vernunft
zerstörende Krankheit; auch ›Ohnmacht‹.
Wortbildungen:
syncopisieren
›etw. (die
vernunft
) antasten, stören, zerstören‹.

Belegblock:

Cirurgia H. Brunschwig (
Straßb.
[
1497
]):
Wan das pluͦtt ist der schatz des lebens vnd zuͦ felt Sincopis. Das ist omacht odder der Spasmus das ist der krampff.
Sudhoff, Paracelsus (
1525
/
6
):
in syncopi, in extasi und dergleichen, darzu auch in allen oppilationibus und inwendigen apostematibus und was dergleichen mer krankheiten sind.
Ebd. (
1525
/
6
):
denn die vernunft ist in im
[dem
leib
],
darumb wird sie zerstört und syncopisirt also lang, bis der gest und sud verzeret wird.
Gierach, Märterb.
3629
(Hs. ˹
moobd.
,
A. 15. Jh.
˺):
drey siechtum dye ich | dier nu vor nenne | [...] | das täglich fieber und sincopam | und dye ubeln podagram.
2.
›Synkope, Vokalschwund innerhalb einer Silbe‹.

Belegblock:

Voc. inc. teut.
a iijv
(
Speyer
1483
/
4
):
Abpruch der silbẽ: Sincopa Apocopa.
Ebd.
c vv
:
Beschneidūg der silbẽ Sincopa.
Voc. Teut.-Lat.
a iiijr
(
Nürnb.
1482
):
Abschneydũg eins puchstabẽ. od’ silbẽ im mittel eins wortz. sincope.