strengen,
V.;
in 1 semantisch auch auf wurzelverwandtes
strang
beziehbar.
1.
›etw. streng anziehen, etw. umgürten‹; ütr.: ›jn. fesseln, jm. Zügel anlegen; jn. in Sünden fesseln, verhaften‹; speziell: ›(ein Feld) einzäunen‹;
vgl. 1.
Bedeutungsverwandte:
, ; vgl. 1, , 1, .

Belegblock:

Lappenberg, Fleming. Ged. (
1636
):
der Mörder strenge Zügel, | die an dich Tanais, dein böser Nachbar, strengt.
Gille u. a., M. Beheim
19, 36
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
ich ging nach in plinder nakter gefretet | verstrikter, mit der sunden streng gestrengt.
Strengen / enge einziehen [...] Constringere.
Dertsch, Urk. Kaufb.
1018
(
schwäb.
,
1466
):
Er habe auch by seins vatters säligen zyten jauren gehowen in den Rosen bis an das gestrengt veld.
Rot
306
(
Augsb.
1571
):
Distringiern. Verstricken / strengen / streng zugürten / starck zamhalten.
2.
›etw. (z. B. sein
gebot
) verschärfen; (das Leben) geregelt gestalten‹;
vgl. 5.
Wortbildungen:
strengern
.

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok. (
nrddt.
,
14. Jh.
):
So kumt der unselden barn, | Der also strenget sin gebot | Daz her sich selben nennet Got.
Reissenberger, Väterb. (
md.
, Hs.
14. Jh.
):
Er hiez in vurwart mere | Ein teil sine leben strengen | Unde die vaste lengen.
Jörg, Salat. Reformationschr.
310, 24
(
halem.
,
1534
/
5
):
So dann durch die h(elgen) vaͤtter die geystlichen recht guͦter meynung uf gsetzt / die aber nach und nach durch zuͦtuͦn gestrengertt – und vilicht nun zmal misbrucht wurdend.