7.
wird gesagt vom Streben vor allem der Angehörigen christlicher Orden, vereinzelt auch heidnischer Mönche nach eigener religiöser Heiligung (zum
verzückt werden
, zu
erleuchtender, bekennender bescheidenheit
), damit zur Nähe Gottes; dementsprechend ist
streng
7 in heutige Lexik zu vermitteln als ›asketisch, enthaltsam, inbrünstig, streng‹. In diesem Sinne
streng
zu sein erfordert
andacht
1; 2, ein
lauteres herz, busfertigkeit, schwere arbeit
3,
trübsal
1,
1
gebet
1,
leibliche übung, grobe speise, liebe zum geistlichen leben, erbärmde
gegen andere,
leiden
(V., unr. abl.),
dem leichnam abbrechen, festiglich streiten wieder die sünde
, die Qualitäten
abgescheiden
(part. Adj.),
keusch
. Als Gegenkräfte erscheinen
böse geister, freude, hoffart, üppigkeit, törliche wänung
(
von im selb
),
wollust
(des Menschen) an der
welt
; Hindernisse (die eine kritische Haltung gegen
streng
im hier vorgetragenen Sinne implizieren) sind bloße Äußerlichkeit, selbstbezügliche Einbildung und damit Abgrenzung von anderen, auch die der
streng-
Semantik inhärente, je nach Kontext schwankende Bewertung moraltheologischer und sozialer Werte wie der
tugend
1; 2; 3.
Gehäuft ˹obd.; älteres und mittleres Frnhd.; Texte der Sinnwelt ‚Religion / Didaxe‘˺.
Syntagmen:
j., js. leben
(z. B. das
leben
des
Johannes
)
s. sein, j. strenglich leben, sich strenglich üben
;
j. einen orden für s. halten
;
die strenge übung, das strenge leben
(mehrfach).