Große, Schwabensp.
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
So ein juncman nuͤwelichen wip nimt oder genomen hat, den ne sol nieman voren in einen strit noch mit arbeite noten.
Strehlke, Nic. Jerosch. Chron.
(
preuß.
,
um 1330
/
40
):
dô dî her begundin | mit craft zusamin sprengin | und sich in strîte mengin.
daz noch banîr, noch helme, | noch andir strîtgeschirre | was kentlich in dî virre.
Ziesemer, Proph. Cranc. Jer.
49, 26
(
preuß.
,
M. 14. Jh.
):
hirumme werdin ire jungelinge vallin in irin gazzin und alle stritmanne
mann des streites
kriegbaren
stritmanne
Kriegsleute
]
werdin swigin an dem tage.
uz im [hus Juda] ist der engel, uz im ist der phal, uz im ist der stritboge
boge des streytes
bogen im streit
kriegsboger
],
uz im werden gehen alle schosser mittenander.
Sattler, Handelsrechn. Dt. Orden
54, 19
(
preuß.
,
1410
/
8
):
4 tunnen Wismersch bires, dy ym her Techwitcz tote vor dem stryte.
Ziesemer, Gr. Ämterb.
39, 36
(
preuß.
,
1438
):
In der harnaschkamer: 118 helm und prewsche hawben, [...], 8 zomsatel, 5 gehenge, 1 grusener, 1 streitsatel, 2 koventsatel, 1 rewsch satel, 50 schilde.
Durch den bogen meinet er den gantzen streitgezeug, wie Psal. lxxvij. die kinder Ephraim, die den bogen solten furen.
Ders. Hl. Schrifft.
1. Chr. 6, 18
(
Wittenb.
1545
):
DEr kinder Ruben [...] was streitbar Menner waren / die Schild vnd Schwert füren / vnd Bogen spannen kundten / vnd streitkündig
gelert zuͦ dem streitten
zum streiten vnderwisen
]
waren.
Cestra, ein streithamer / faustkolben.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
553, 1484
(
Magdeb.
1608
):
Es sind auch besser wenig Leut / | Die vnerschrocken sein zum streit / | Denn das leuffet all Mann zu Feldt / | Vnd einer den andern auffhelt.
Dese veir verloren des strytz ir leuen.
sie hieven in die muiren ind in die portzen mit helmbarten, mit irren strithemmeren.
up die selve nacht dreven die Franzosen die burgere mit gewalt, mit swerden ind anderen stritgezauwe van der wacht.
Meisen, Wierstr. Hist. Nuys
87
(
Köln
1476
):
Syn moedyge hertz voll truwen | Sall vns in noyt den moydt vernuwen, | Dat wyr wer storm noch strijd en schuwen | Jnd behalden eer ind goit.
Vmb storm ind strjit der vyant menlich dayr zo keren, | Stalten sych ritter ind knecht.
Karnein, Salm. u. Morolf
764, 5
(
srhfrk.
, Hs.
um 1470
):
da ließ sich an die ruwe | vil manig stritmuder degen.
Lemmer, Amman/Sachs. Ständeb.
8, 7
(
Frankf./M.
1568
):
Mit siegreicher vnd starcker hand / | Am Tuͤrckn vnd andren Tyrannen | Wo die auffwerffn jrn Streitfahnen / | die stuͤrtzt er vnter diß Roͤmisch joch.
Dünnhaupt, Werder. Gottfr. v. Bullj.
6, 11
(
Frankf./M.
1626
):
verheissung / daß alle die jenigen / so in diesem Zug
[in einem Kreuzzug]
/ es were im Streitt oder auff der Reise / vmbkommen vnd bleiben wuͤrden [...] im Himmel auffgenommen [...] werden.
Eggers, Psalter
50, 4
(
thür.
,
1378
):
Wer ist der kuͤnig der ere? daz ist [...] got in deme strite geweildig.
Thiele, Chron. Stolle
(
thür.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
Do hatten dy forsten eynen ekel inne alle mit stritbarten unnd spisse in den henden.
Da zog Hannibal auß von Carthago [...] vnd erhub sich bey Tirim der erste Streit.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
34, 7
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
Czu strite gebruchin si platin von wesins ledir gemacht und grellin unde schilde und armbrust.
do das irvrisch Bayam, do sante her dar vil me volkis und gewan den strit.
Dinklage, Frk. Bauernweist.
88, 5
(
nobd.
,
1446
):
obe waffengeschrey, dupstail oder fließende wonden geschegen uff den vier guten daselbst mit namen uff dem furwerck, uff der strithuben, [...], das sulte [...].
als der streit bei den weiern ergieng und die von Nuremberg dreu panier eroberten, mit namen [...] ein groß burgrefisch streitpanier.
Neubauer, Kriegsb. Seldeneck
74, 22
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Wie man ein wagenburgk schicken sol zu dem streidt.
ob got das gluck gebe, das wir ein streidt behilten, das dann niemandt den andern außziehe oder plunder, biß das der streidt gantz zergeth.
zu acht spissenn gehort ein bussem vnd ein helmpart, jtem ij streytbussenn vnd x hockennbussenn.
Gille u. a., M. Beheim
453, 2004
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Streit haken, parten, kolben gross, | armbrust, hantpüchsen, manchen geschoss | Sie in den henden trugen.
Streyt. [...] kãpff vrlog. odʼ vnfride.
Bachmann u. a., Volksb.
(
alem.
,
15. Jh.
):
[sy] bliessend ir strithorn und kamend [...] an das feld.
er hette gesehen, daz die boͤsen geiste zvͦ hettent broht, daz ein gar groser strit vf dem mer beschehen were.
wer es, daz der kunig Adolf hette gesigte, in dem strite, so [...].
vnd streit wider die vil tage: vnd er macht bleiden
[›Wurfmaschinen‹; Var. um 1475–80:
passteyn oder streitzeug
; nd. Bibel um 1478:
bolwerke
;
Luther
1545, 1. Makk. 9, 64:
Kriegsrüstung
].
Ich binn Ruollanden strytgsell.
Schmidt, Rud. v. Biberach
168, 26
(
whalem.
,
1345
/
60
):
want enhein stat ist an luͥte vnd an volk, so het der sel schoͤpher in ir geordenot drier hant volk: die wisen ze rate, ritter zvͦ stritte, hantwerch luͥte zvͦ dienste.
der kunig von Frankrich zoch mit den von Prugg uff daz feld und striten ainen grozzen strit, daz zuͦ paiden tailn zuͦ tod erschlagen wurden wol 24 tusend man.
Sappler, H. Kaufringer
23, 57
(
schwäb.
, Hs.
1472
):
das es geschicht ze maniger zeit, | das das stettvolk niderleit | und würt in streiten sigelos | von irer ungemainsam groß.
Barack, Zim. Chron.
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Dieweil aber der stritt und die vecht wider ainem römischen könig und ain grosse gefar uf dieser handlung zu gewarten, [...], do [...].
Dreckmann, H. Mair. Troja
25, 9
(
oschwäb.
,
1393
):
vil gewapeter ritter, die griffend ze stund zu den swerten, und hubend under in ainen brüderlichen streit, und slug ye ainer den andern ze tod.
Gilman, Agricola. Sprichw.
2, 163, 7
([
Augsb.
]
1548
):
Roß werden zum streittage beraytet / aber der syg kumbt vom Herrn.
Boot, Cassiodor. Hist. Eccl.
475, 18
(
moobd.
,
um 1385
):
der anfurreͣr wil ich sein, ich wars der streitfureͣr.
Drescher, Hartlieb. Caes.
(
moobd.
,
1456
/
67
):
die selbe weisse schar
[der
kristen
]
hett alle der hayden macht und streitman flúchtig gemachet.
Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
(
moobd.
,
1478
/
81
):
Er ward urlewgen mit dem künig von Persia. Der vieng in in ainem streit und füert in gefangen in Persia.
Roth, E. v. Wildenberg
(
moobd.
,
v. 1493
):
do nun Julius Cesar [...] 52 streit mändlich und gelücklich gesigt hete, ward er [...].
das veldt wirt noch genantdas mordt oder streit veld.
umb Rod geschach ain clain scharmützel (haist alda noch, ‚der streitanger‘).