Joachim, Marienb. Tresslerb.
(
preuß.
,
1408
):
1 m. 5 scot vor ronen zu hauwen zu 4 ofen zygel zu bornen. item 8 sch. vor eyne strychlade.
Sattler, Handelsrechn. Dt. Orden
521, 29
(
preuß.
,
1423
/
34
):
besidin, sthreichen ende wedir czustechen 5 ß.
Ziesemer, Gr. Ämterb.
243, 13
(
preuß.
,
1452
):
eine streychbang czu vassen und eine zcu tonnen.
nim den Streichstein oder Probirstein fur die hand, nemlich das Goͤttliche Wort, und probire, urteile und richte darnach alle das jenige, was die Veter geschrieben [haben].
lass uns gehen zum Streichstein und lass uns mit der rechten ellen messen und sehen, ob sichs reime mit dem Vater unser und den Artikeln des Christlichen Glaubens.
Wolf, Gesetze Frankf.
114, 3
(
hess.
,
1406
):
was duche sie striichen, das sie die auch gerecht striichen und yderman die rechte lenge sagen.
und sal auch ir keiner die duche strichen, daran er underkeuffer gewest ist.
Es sal auch nimant miß nach zu geringe leder uf deme markt zu solen vorsneiden, auch nich die solen nach solenstücke streiche unde die solen [...] nach des hantwerks maße sneiden.
Lippert, UB Lübben
2, 286b, 12
(
osächs.
,
1572
):
6000 mirgel zu Luboltz gestrichen.
thutt in allen von streichlon 19 fl.
Grünhagen, Rechn. Breslau
(
schles.
,
15. Jh.
):
Das Ich an dem amechte des Brengadens am offsetczen und streychen goldis und silbers, das hier brocht wird, dem rate[...] gewere sein wil.
Wutke, Schles. Bergb., Cod. Sil.
(
schles.
,
1480
):
alle andere, die golt ubirkomen, die sullen sulchs yn die urberey brengen, dovon streychgelt und urberey geben.
so oft er einen hüttenherrn ein stück goldt anfrischt und streicht.
[allen geczeug] sal her schaffen und vorsorgen und sal auch haben und halden den streychgaden, wasz dovon gefellit, zu seynem notcze.
Es ist zwͤ merken, das die obgeschrieben bawern sulch 90 meczen habern weren auf den casten Cadolczpurg bey Erelbacher kornmasz, und haufen ein masz und streichen das ander und sprechen, es sey ir recht.
so wer es abgeeychet: so man das kornmasz einmal hawft und einmal strych, so wer es gleich und als viel als zwen meczen habern.
Streiche / streichholtz. [...]. Streichsteyn damit man gold bewert.
Welti, Stadtr. Bern
(
halem.
,
1437
):
vff dem selben tag wurden ouch die wullschleger iro eiden erlaßen, die si gesworen hatten vmb das tuͦch zuͦ strichent.
Jörg, Salat. Reformationschr.
53, 38
(
halem.
,
1534
/
5
):
wo die nüwen secter [...] unzerstoͤrlich [...] fundamennt [...] haͤttend / zuͦ jrer saͤct so dienlich / wurdend sy mit aller macht und unmuͦs / aller truckeryen [...] lutmaͤr machen / und erheben / untz an den himel [...] / dann haͤttends noch so vil gestrichener / fingierter / gebogner allegaciones.
Streichholtz / n. oder streycher / damit man von der Mesten oder suͦmern das Korn vnd andere frucht abstreichen. [...]. Streichnadel / wie man sie zum metall braucht. [...]. Streichen / damit man das Goldt probieret.
Haltaus, Liederb. Hätzlerin
(
schwäb.
,
1471
):
Was ich ir hauff, das streicht sy mir.
Bastian, Runtingerb.
2, 46, 29
(
oobd.
,
1383
):
so gie auf daz golt und aͤuf daz silber ze prennen, ze streichen, ze wegen, ze kantten 7¾ Tukat.
Dirr, Münchner Stadtr.
(
moobd.
,
1310
/
2
):
der prugkmetze sol nicht merer sein dann ein viertail von einem rechten galvay. Man sol in auch gestrichen nemen.
Fuchs, Urb. Göttweig
74, 31
(
moobd.
,
1425
):
Dy gemain doselbst (Penning) 3 mutt vogthabern mit ir aigen maß gestrichen mit ainem scheyt.
Hainr(icus) 20 metr. avene de beneficio gestrichnewͤ mazz.
Winter, Nöst. Weist.
(
moobd.
,
E. 16. Jh.
):
Wer traid hingibt oder kauft, sol man das schwer traid den metzen streichen und das ring traid haufen.
inßleth, glett, endt, straichwoll, zerbrochen glas, scherwoll
(ein Betrag).
Mell u. a., Steir. Taid.
(
m/soobd.
,
1572
):
nemblichen das resch getraid als waiz und korn gestrichen, den habern und hiersch aber gupft oder gehauft.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
(
m/soobd.
,
1593
/
1671
):
In außtailung der reuter soll dise ordnung [...] gehalten werden: alß nemblich das ainen pauern der ain hueben hat nit vill uber ain geschübertes viertl oder acht mässl, ainen halbhüebler nit vill uber ain gestrichnes viertl.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
(
smoobd.
, Hs.
15. Jh.
):
Es sol ain maier dacz Cell ainen gerechten landmeczen haben, der vier an ain streichmass geent, die mass sullen aigenlich gevächt sein.
Zingerle, Inventare
(
tir.
/
vorarlb.
,
1485
):
vierzehen par protmesser mit swartzen schaln, sechs zirckl, ain streichstain, vier spatl.