strauche,
›Schnupfen, Katarrh, schwere Erkältung als mit Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Husten, Atembeschwerden, Kopfschmerzen verbundene Krankheit‹; als Metonymie auch: ›Schleim, Auswurf‹.
Fachliche sowie literarische Texte.
Belegblock:
eyn strücke das sich sammelt in eynem butel.
vir seucht darnach kümen gar polt: die kalte sucht und die traͤckeit, | die strauch und auch des hauptes leit.
Strauche snuder. catharrus. oxinreuma idẽ. reuma. [...]. Strawchẽ schnudern. reumatisare. [...]. Strauchiger schnudriger. reumaticus.
Und tunt dem magen wol bekumen. | Die strauch und husten sie
[Zimtrinde]
erczneit. Erwermt er
[Branntwein]
all schlaffend gelid. | Die strauch von flegma er erczneit. Dem kalten hauptflus ist es [pad] gut, | Die strauchen es vertreiben dut.
vber das [...] kompt auß der saufferey die strauch / ein stinckender mundt / und schwerer athem / enge der prust / huͦst.
Jüd
[ein Arzt]
spricht: | Trawen, kanst du mir nit bedeuten, | Ob dein bawer die strauchen hab? | Knecht spricht: | Jo, er fiel nechtn die stiegen ab. ez sint mer den zehen tag | das ich nicht gesmecken kan | vor der struchen die ich han.
Wer die straucken hat, der trinck lauch wasser.
Also di speyse bleibet in dem magen und daz tranck, so reuchet es in daz hiren zu der nasen und macht den strauchen
[hier: ›Schleim‹].
De[n] musz die lunge mit husten auszberffen. Unter beilen so kumpt ez zbischen fel und fleisch, so musz si mit strauchen [hier: ›Husten‹]
und mit sberen [›eitern‹]
ausz prechen. Niewöhner, a. a. O.
566, 116
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