storkennest,
auch
storchsnest,
das
.
›Storchennest‹.
Phraseme:
wie ein storkennest riechen
;
jm. ein storkennest zeigen
o. ä. ›jn. für einen Narren halten‹.

Belegblock:

Peil, Rollenhagen. Froschm.
670, 5130
(
Magdeb.
1608
):
Vnd wurden da erst recht entpfangen / | Als wie im Storchsnest die Haußschlangen.
Major, Haussradt A ijr,
2
(
Basel
1569
):
Es [hauß] steht auff einem hohen gibel | [...] | Vnd reücht gleich wie ein storcken naͤst.
Barack, Zim. Chron.
1, 288, 26
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Derselbig gab dargegen dem haus Österreich Ratzüns in Pünten sampt den zugehörigen storken- und hetzennester.
Ebd.
2, 30, 33
:
und hette dasselbig würtshaus ain vorder gross storkennest gehabt, [...], idoch, als den Strölin bedaucht hatte, sein kalb het ab dem grossen storkennest gescheucht, derhalben ain grossen sprung gethonn.
Ebd.
119, 1
:
[er] hat dem fromen alten herren, der im leuchtlich glaubt, ain storkennest gezaigt.
Ebd.
3, 419, 21
:
Das ward im von seinen widerwertigen für ain storkennest ussgelegt.
Ebd.
4, 81, 31
:
darumb gab er ime guete wort, zaigt ime darneben ein storkennest und liess damit den guggelus wider hinziehen.
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
2144
(
oobd.
,
1607
/
11
):
oben auf ist ein storgkennest, die schnadern mit den schnäbeln und thun die fligel auf, wan mans aufzeucht wie ein uhr.