stolzmütig,
Adj.
›hoffärtig; eingebildet, überheblich; frech, verwegen‹; insgesamt eher auf das Verhalten als auf die Haltung bezogen;
vgl. (Adj.) 12.

Belegblock:

Sachs
3, 372, 16
(
Nürnb.
1533
):
Da helt er weder ziel noch maß. | [...] | Und ist hochtragend, alzeyt üppig | Stolzmütig, prechtig und auff-schnüppig.
Ebd.
15, 77, 1
(
1553
):
[Unser herr] entbott in an diesem orth | Trutzig, stoltzmütige hönwort.
Ebd.
407, 23
(
1563
):
Nach hohem ding nicht trachten thut, | Sonder haltet euch in demut | Herunter zu nidrigen dingen! | Thut euch nit stoltzmütig auffschwingen.
Ebd.
20, 493, 35
(
1563
):
Wie magst in so vil brechen dein | Hoffertig und stolzmütig sein?
Sachs
8, 657, 10
;
Schöpper
18b
;
Schweiz. Id.
4, 588
;
Schwäb. Wb.
5, 1796
.