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stollen,
V.;
Anschluß an nhd.
stollen
(zu
stolle
; so Dwb
10, 3, 209
) und
mnl.
stollen
›conglobari‹
(Verwijs/Verdam
7, 2196
) semantisch zwar möglich, aber problematisch.
›etw. (z. B. das Recht) behindern, aufhalten; etw. (eine Tätigkeit) einstellen; nachlassen, zurückgehen (z. B. von einer Seuche)‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  6.

Belegblock:

Redlich, Jül.-Berg. Kirchenp.
1, 298, 47
(
rib.
,
1536
):
darus inferiren die clerisei, das si ehe mit recht sulten gewerden (?), wie duck m. g. h. mit inen gehandelt, das si das recht sulten stollen.
Buch Weinsb.
1, 149, 18
(
rib.
,
um 1560
):
wart [...] der neu torn ein stuck wechs uffgebaut und widder geltzmangel gestolt.
Ebd.
1, 230, 14
:
A. 1545 stolden der bischof Herman van Coln eins- und die cleresei anderteils mit den pleiten, die sei gegen ein stat Coln forten.
Ebd.
2, 191, 23
(
1569
):
Aber ist doch der kreich damit nit gestolt, dan die Condeischen haben sich erholt.
Ebd.
2, 339, 25
(
rib.
,
1576
):
es bestonde sich eiz mit dem sterben etwas zu stollen.