stoknar,
der
 ;
–/-narren
.
›Erznarr, Tölpel, Nichtsnutz‹;
zu  18.
Bedeutungsverwandte:
, , , , , (
der
); vgl.  2.
Wortbildungen:
stoknarricht
(a. 1627),
stoknarretei
(a. 1658).

Belegblock:

Luther, WA
6, 286, 12
(
1520
):
als het sie [die heyligen gottis wort] einn stock odder gelt narr in der fastnacht fur ein mehrlin ertichtet.
Ebd.
30, 2, 493, 36
(
1530
):
[die Papisten] gaugkgeln also mit dem befelh und wort Gottes wie die stock narren odder lotterbuben.
Ebd.
33, 123, 25
(
1531
):
der Turck sihet uns fur lauter stocknarren an.
Lemmer, Amman/Sachs. Ständeb.
114, 1
(
Frankf./M.
1568
):
Ein natuͤrlich Stocknarr ich bin / | Denn ich hab weder Witz noch Sinn / | Hab ein groben verstand.
Sachs
17, 140, 4
(
Nürnb.
1545
):
Es wer denn in der gantzen pfarr | Ein mann der aller-gröst stocknarr, | So dölpisch, grob, wild und ungfüg, | Der ein weib unverschuldet schlüg.
Ebd.
235, 18
(
1562
):
Den künstner heist sie ein phantasten, | Ein stocknarren wer nichtsen kan, | Den kurtzweyling ein göckelman.
Schade, Sat. u. Pasqu.
2, 145, 12
(
els.
1521
):
ist das war daß man die pfründen sölichen stocknarren leicht.
Luther, a. a. O.
30, 2, 493, 36
;
47, 38, 21
;
47, 421, 34
;
53, 603, 34
;
Fischer, Folz. Reimp.
4, 216
;
Sachs
13, 119, 6
;
20, 179, 2
;
Wickram
4, 16, 21
;
Maaler
389r
;
Warnke, Wb. Müntzer
243
;
Schwäb. Wb.
5, 1790
.