stokblind,
Adj.
›vollkommen blind‹; meist im ütr. Sinne: ›unfähig zu erkennen‹.

Belegblock:

v. d. Broek, Suevus. Spieg.
74v, 22
(
Leipzig
1588
):
Ey wie muͤssen doch die Leute / so gar stock vnd Staarblind sein / an Leib vnd Seele.
Sachs
17, 191, 30
(
Nürnb.
1554
):
So wird dein mann werden stockblindt, | Daß er kein stick mehr sol gesehen.
Ebd.
235, 26
(
1562
):
die welt die ist stockblind, | Irs mangels selber nicht entpfind.
Luther, WA
17, 2, 342, 33
;
22, 241, 14
;
Sachs
15, 323, 10
;
Gleinser, Anna v. Diesb. Arzneib.
1989, 273
.