stiftrecht,
das
;
-s/–
.
›Stift als Rechtsverhältnis zwischen Grundherrn und Grundholden‹; metonymisch: ›aus diesem Verhältnis resultierende Rechte‹ sowie ›mit Rechtsbefugnissen ausgestattete Versammlung der im Verhältnis der
stift
Stehenden‹; vgl. (
der/die/das
8a; 8g.
Oobd.; Rechts- und Wirtschaftstexte.

Belegblock:

Siegel u. a., Salzb. Taid.
9, 17
(
smoobd.
,
17. Jh.
):
da wür dise unsere stiftrecht zu mindern, zu mehren oder gar aufzuheben [...] hetten, so sollen wür dasselb ohne unserer underthannen [...] einrëde, irrung, hindernus [...] macht haben.
Ebd.
179, 6
(
1570
):
Libel des stiftrechts der widm im markt Abbtenaw [...]. Von erst fragt der widmrichter an das stiftrecht, ob es nun am jar und heut am tag sei, das er dem pfarrer und seinen holden ir järliche stiftrecht besitzen und darumb des rechten fragen mug, als järlich der widm stiftrecht und von alter herkumen ist.
Bastian u. a., Regensb. UB
446, 21
(
oobd.
,
1377
):
Wir sullen alle jar zu rechter zeit zu unser herrschaft in ir stift gein R. in ir haws chomen, yederman mit 2 huͤnern, und sullen in aufgeben und mit in stiften, als stift recht ist.
Vogel, Urk. Heiliggeistsp.
1, 369, 14
.
Vgl. ferner s. v.  10.