stiefson,
der
 ;
-(e)s/–
.
›Stiefsohn, Sohn des Ehepartners aus dessen vorangehender Ehe‹.
Gehäuft Rechts- und Wirtschaftstexte, auch Chroniken.
Syntagmen:
der s. ein erbe besitzen, den weingarten behalten, um eine schuld nein sagen, eine sache in das recht nemen
;
dem s. ein her befelen, dem s. ein gut zustehen
;
etw. an den s. verkaufen
;
der s. des keisers
;
der / die hinterlassene des stiefsons
.

Belegblock:

Goerlitz, Magd. Schöff./Posen
119, 20
(
omd.
,
1400-36
):
wenne denne meyn stifson besiczt seyn vaterlich erbe und gut, ab her mir nicht sulle wedergebin meyne 13 marg, dy seyn vater, meyn elich man hot entphangin von meynen brudern meynis rechtin vaterlichin angefelle.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
255, 25
(
thür.
,
1474
):
unde nu derselbige formunde von synes elichin wybes unde synes stiffsones wegen neyn saget umbe alle schult, so sollen sy billichin darby bliebin, so sy beyde, muther unde son, unvorlumunt sint an yrem rechten.
Rennefahrt, Staat/Kirche Bern
707, 26
(
halem.
,
1601
):
soͤllend sy soͤliche ehe, wie ouch hinwiderumb, wann ein stieffvatter oder stieffmutter synes stieffsohns oder syner stieffthochter hinderlaßnen ehelichen woͤltind, nichtig erkennen.
Chron. Augsb.
3, 1, 1
(
schwäb.
,
E. 15. Jh.
):
Drusson, ain Römer, was kaiser Octavianus stuifson.
Grosch u. a., a. a. O.
50, 29
;
Bindewald, Texte schles. Kanzl.
126, 5, 1
;
Doubek u. a., Schöffenb. Krzemienica
422
;
Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
14, 17
;
Roth, E. v. Wildenberg
8, 17
;
20, 25
;
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
18, 25
;
19, 13
;
42, 26
;
48, 19
;
68, 25
;
69, 4
;
Voc. Teut.-Lat. ff iijr;
Bremer, Voc. opt.
3074
;
Schmitt, Ordo rerum
80, 20
.