steinbruch,
der
.
1.
›steiniger Abhang, Felswand, Klippe‹;
zu  123,  2.
Bedeutungsverwandte:
vgl. ,  1.

Belegblock:

Ziesemer, Proph. Cranc Bar.
5, 7
(
preuß.
,
M. 14. Jh.
):
ja hat got im vorgesatzt alle hoche berge zu nydirn und ewige steinbruche
[
Luther
1545:
Vfer
]
und grunde zu vullen der erden glich.
2.
›Gelände, in dem nutzbares Gestein im Tagebau abgebaut, gebrochen wird; Steinbruch‹;
zu  9, zu  2.
Bedeutungsverwandte:
 3, .
Syntagmen:
einen s. auftun / haben
;
jn. in den s. füren, im s. steine brechen, von dem s. etw. zinsen, mit dem s. dem stein folgen
;
der neue s
.
Wortbildungen:
steinberg
2 wohl Kopfform aus
steinberg|bruch
.

Belegblock:

Loesch, Kölner Zunfturk. (
rib.
,
E. 15. Jh.
):
beruerende einen steinberg, genant der Stenzelberg, demselven gotzhuise zogehoerende, as desselven bergs zo gebruichen.
Bell, G. Hager
619, 5, 4
(
nobd.
,
1588
):
[Er] fiert mich ind hech ein weglein palt | wol in den steine pruch. | [...]. | sÿ schlugen vnd wugen | die stein wol von der wand.
Wutke, Schles. Bergb., Cod. Sil. (
schles.
,
1534
):
von einem steinbruch zinst man 26 schock.
Dasypodius /v (
Straßb.
1536
):
Steinbruch oder sunst der gleichen ort / da die knecht gebunden arbeyten. Ergastulum.
Wutke, a. a. O. ;
Kläui, Schweiz. Urbare
3, 208, 7
;
UB ob der Enns
10, 509, 19
;
Uhlirz, Qu. Wien ;
Rechn. Kronstadt
2, 385, 34
;
Öst. Wb.
3, 1131
.
Vgl. ferner s. v.  2, (dort mit Gw ).
3.
s. s. v.  7.
4.
›Steinschlag, Felsabbruch‹;
zu  123,  2.
Bedeutungsverwandte:
 1,  1.

Belegblock:

Graf-Fuchs, Ämter Interl./Unterseen (
halem.
,
1528
):
So [...] merklicher schad durch louwinen, riseten, steinbrüch [...] zůgestanden, [...] darumb der vogt [...] die guͤter [...] besichtigen werde kommen.