stark,
Adj.,
als
Adv.
mehrfach
stärklich
;
+ Uml.
– 1 generell; 2-5 auch mit 1 verbindbar, als Spezialisierung und wegen dichter Belegung aber ausgegliedert; 6 isoliert.
1.
charakterisiert im Gegensatz zu (Adj.) und die stärkere, oft positiv ausgeprägte, der Funktion besonders angemessene, den Durchschnitt übersteigende, der Erwartung in hohem Maße entsprechende Ausprägung, den stärkeren Grad einer Bezugsqualität oder eines Bezugsvorganges; je nach Bezugsgebenheit z. B.: ›wirksam (von der Arznei)‹; ›stark (von Mauern, Festungen)‹; ›inbrünstig (vom Gebet u. ä.)‹; ›mächtig (von der Minne, vom Tod)‹; ›verbreitet, umlaufend (von einem Gerücht)‹; ›heftig (von einem Streit, einem Verlangen)‹; ›konzentriert (z. B. von Essig)‹; als Gradadv.: ›sehr‹.
Syntagmen:
die anweigung / minne, der geist, das recht, die worte s. sein
;
etw
. (z. B.
das knoblauch
)
s. machen
;
die freude s. zunemen, etw
. (z. B.
die stat
)
s. belegern, das blut stärklich ausgehen; der starke anlas / essig / fels / geruch / lauf / stos / wiederstand, die starke amacht / arznei / brunst / demut / festung / mauer / minne / rute / schranke / speise / vergift / wiede / wirkung, das starke alter
(›Erwachsenenalter‹)
/ feuer / fundament / gebet / loch / seil / verlangen
; ironisch:
die starke frucht
.
Wortbildungen:
stärkde
1,
starkgläubig
1.

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok. (
nrddt.
,
14. Jh.
):
daz sie [cristenheit] iz betrubet wirt | Daz sie so starke vrucht gebirt.
Luther, WA (
1527
):
Ein starckgleubiger kan gifft trincken.
Holland, H. J. v. Braunschw. V. e. Weibe
286, 13
(
Wolfenb.
1593
):
Das geschrey wird nun mit der zeit so starck vnd gros, Das [...].
Quint, Eckharts Trakt. (
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
ein wunder, wie sêre ez den menschen sölte enzünden in starker grôzer minne.
ie der strît mêrer und sterker ist, ie ouch der sic und diu êre des siges grœzer und lobelîcher ist.
Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
6335
(
rib.
,
1444
):
Nyet me sterckden en mach ich haven | Dan eyn de levendich is begraven.
J. W. von Cube. Hortus
123, 20
(
Mainz
1485
):
Zuͦ dem dritten machet sie [frucht] vß gen bluͦt vnden vñ oben sterglichen vnd fest.
Sievers, Oxf. Benedictinerr. (
hess.
,
14. Jh.
):
wan welige ir [suster] die starkes alderes ist ane gebot der ebdissen sich irgremet.
Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
72, 15
(
Frankf.
1535
):
Der leym mit starckem essig temperiert [...] verhellt er den bluͦtfluß der nasen.
Ebd.
198, 8
:
[Spongruͤn] Das best [...] brennt ein im mund / vnd in starcker wirckung.
Knape, Messerschmidt. Bris.
14, 30
(
Frankf./M.
1559
):
Brissonetus traff den Venediger [...] mit einem solchen krefftigen starcken stoß / das [...].
Schönbach, Adt. Pred. (
osächs.
,
1. H. 14. Jh.
):
die ware minne ist stark als der tot.
Böhme, Morg.R.
17, 30
(Hs. ˹
schles.
,
1612
˺):
unde seuffze mit starckem verlangen nach dem Geiste GOttes.
Logau. Abdank.
167, 10
(
Liegnitz
1651
):
manchmal schlagen die Palmen staͤrker / alß der Degen.
Koppitz, Trojanerkr. (Hs. ˹
noschweiz.
,
15. Jh.
˺):
Das ross ward starklichen wund.
Roth, E. v. Wildenberg (
moobd.
,
v. 1493
):
dieses weib [Semiramis] nach dem tod ires vorgedachten mannes [...] pawͦt sie auch die aller sterckisten maur von gekochtem zigel aus laim umb die machtigen, edeln stat Babilony.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
588, 2611
;
Große, Schwabensp. ;
Meijboom, a. a. O.
11780
;
Beckers, Bauernpr.
50, 23
;
J. W. von Cube. Hortus
85, 17
;
89, 22
;
91, 8
;
Hajek, Guͦte spise
49
;
Belkin u. a., a. a. O.
154, 16
;
160, 1
;
194, 6
;
Knape, a. a. O.
13, 7
;
27, 16
;
Schönbach, a. a. O. ;
Keil, Peter v. Ulm
207
;
240
;
Lemmer, Brant. Narrensch.
19, 13
;
Mönch v. Heilsbronn. Fronl.
6a, 28
;
Mayer, Folz. Meisterl. ;
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
744, 5
;
Lauchert, Merswin ; ;
Cirurgia H. Brunschwig
25rb, 18
;
33vb, 25
;
Morgan u. a., Mhg. Transl. Summa
352, 6
,
Bauer, Geiler. Pred.
96, 11
;
100, 25
;
Hohmann, H. v. Langenstein. Quästio
183, 39
;
215
f., 46;
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
11, 34
;
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
36, 11
;
Vgl. ferner s. v.  2,  1,  1,  2,
1
 4,  1,
1
 7,  4,  2.
2.
›von besonderer körperlicher Kraft, stark, kräftig (meist von Personen sowie von Arbeitstieren gesagt); gesund‹.
Phraseme:
der starke betler
›starker, insofern arbeitsfähiger Bettler‹.
Bedeutungsverwandte:
, (Adj.) 1,  1,  11, 5, , ; vgl. .
Gegensätze:
(Adj.) 1, .
Syntagmen:
j. /
(ein Tier, z. B.
der elefant / esel / ochse / wurm, das pferd
)
s. sein
, [ein Tier]
starkes leibes sein, s. werden
›gesund werden‹;
den starken behönen / belachen / erschlagen
;
der starke arm / bär / leib
[mehrmals],
das starke bein
[in einem Sprichwort, s. u.
Harms
].
Wortbildungen:
starkgewaltig
,
starkhaft
,
starkheit
1,
starkwaltig
.

Belegblock:

Schöpper (
Dortm.
1550
):
Incolumis. Gesundt muͤglich frisch / starck wollmuͤgend.
Robustus. Starck, maͤchtig krefftig vermuͤgig.
Schützeichel, Mrhein. Passionssp.
1315
(
mrhein.
,
um 1335
):
wir sin druͦ cranke wip, | die nit hant starken lip.
Harms u. a., Alberus. Fabeln
51, 4
(
Frankf./M.
1550
):
Es muͤssen sein gar starcke beyn / [...] | Die gute tag wol koͤnnen tragen.
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
10, 8
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
wie die starkwaltigen
[Var.:
starckgewaltigen [...] starckhafften
]
lewen in entrischer wüstung, wie die hochgewachsen starken recken [...] müßen zu nichte werden und verfallen allenthalben.
Schönbach, Adt. Pred. (
osächs.
,
1. H. 14. Jh.
):
der esel der ist vorne cranke und hinden stark, dar umme so legt man ime di burde hindene ouf die huͦt.
Reichmann, Dietrich. Schrr.
183, 24
(
Nürnb.
1548
):
Die starcken beduͤrffen des Artztes nicht / sonder die krancken.
Sachs (
Nürnb.
1557
):
Weyl ihr sterckister ist erschlagen, | So thun sie an dem sieg verzagen.
Bihlmeyer, Seuse (
alem.
,
14. Jh.
):
So welch mensch hie mit ordentlich künde gewircken, das er disz begriffe und doch bei seinen krefften und naturlicher stärckheit blib, das wer eyn wunder.
Löffler, Columella/Österreicher (
schwäb.
,
1491
):
Es ist keiner also starck / er findet einen sterckern. Hie mit wirt angezeyget / wie nichts auff erden so hoch sein kan / es kompt ein hoͤhers / nichts so starck / es kompt ein sterckers.
Chron. Augsb. (
schwäb.
,
1523
/
7
):
wie der obgenante doctor gesagt hab, er well selbs zuͦ mir reitten, wan er starck werd.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
574, 27
(
els.
,
1362
):
Wer wart ie sterker denne Samson.
Henisch (
Augsb.
1616
):
Von alter wirdt ein starck Pferd hinckend.
Siegel u. a., Salzb. Taid. (
smoobd.
,
1623
):
sollen auch alle und iede underthonen keines wegs sich underfangen, die zigeiner, starke petler oder andere unbekante landfahrer wider die gebir aufzuhalten.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
524, 557
;
v. Ingen, Zesen Rosenw.
83, 7
;
Knape, Messerschmidt. Bris.
13, 36
;
v. Tscharner, Md. Marco Polo
8, 18
;
Mathesius, Passionale ;
Gille u. a., M. Beheim
129, 77
;
Franck, Decl.
340, 20
;
Gilman, Agricola. Sprichw.
2, 183, 20
;
Plant u. a., Main. Naturl. 300vd,
7
;
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. ;
Voc. Teut.-Lat.
ee viijr
.
Vgl. ferner s. v. ,
1
 4,  1,
1
 5,  6,
1
 1, .
3.
›stark, mächtig, groß (z. B. vom Gericht, von Personen in herrschaftlicher Funktion)‹.
Phraseme:
der ganzen welt stark
›gewachsen‹
sein
;
j., das her / volk
[eine Anzahl, z. B.
in 80000
]
stark sein
.
Bedeutungsverwandte:
vgl. , (Adj.) 12,  1, , .
Gegensätze:
; vgl. (Adj.) 4.
Syntagmen:
j
. (z. B.
der könig, das gericht / reich / volk, die rotte
)
s. sein
;
jn. stärker einlassen, dan
[z. B.
mit 100 man
];
s
. ›mit großer Macht‹
kommen
;
die starken
(Subst.)
zu boden schlagen
;
der starke feind, die starke wacht, das starke her / volk
;
mit starker hand
›mit fester Hand‹.
Wortbildungen:
stärkde
2.

Belegblock:

Große, Schwabensp. (Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
Jz sol ie ein gerichte deme anderen helfen; So sint se deste vester vnde sterker beide.
Thiele, Minner. II,
24, 87
(Hs. ˹
md.
/
rhein.
,
1. V. 15. Jh.
˺):
rychdom, sterct ind ho gewalt | hait wyplich craft vil duͦcke irvalt.
Tiemann, E. v. Nassau-S. Kgn. Sibille
165, 32
(
rhfrk.
,
um 1435
):
Als die Franczosen vernamen / da zügen sie balde hinder sich / dann sie waren yne nit starck genuch.
Lemmer, Amman/Sachs. Ständeb.
8, 5
(
Frankf./M.
1568
):
er [Roͤmisch Koͤniglich Maiestat] helt fried im gantzen Land / | Mit siegreicher vnd starcker hand.
v. Keller, Ayrer. Dramen (
Nürnb.
1610
/
8
):
Der Keiser sagt: [...] | Das nun mehr vnser Kriegsvolck ist, | Im Läger virtzig tausend starck.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
311, 23
(
els.
,
1362
):
Do von sammente Vespasianus zuͦ der zit Neronis des keysers ein stark folk.
Kurz, Murner. Luth. Narr (
Straßb.
1522
):
Wir [buntschuͦ] sein weg starck der ganzen welt.
Gilman, Agricola. Sprichw.
1, 15, 14
(
Hagenau
1534
):
Gott hilfft dem sterckisten.
Wiessner, Wittenw. Ring
7408
(
ohalem.
,
1400
/
08
):
Won keiner so stark ist noch so reich | Er finde dannocht sein geleich.
Dict. Germ.-Gall.-Lat.
503
(
Genf
1636
):
Starck / von grosser vermoͤglichkeit / vnd macht.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron. (
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
das die von Pruckh die von Gent nymer stercker einlassn solten, dann mit hundert manen.
Seemüller, Chron. 95 Herrsch. (
oobd.
, Hs.
1. H. 15. Jh.
):
Dar cham starch [cum multis] ain bischof und nam mit gewalt den chaiser.
Moscouia C 3r (
Wien
1557
):
auff jhener seytten des Niepers was des Moscouiters hoͤr in 80000. (wie man sagt) starck.
Qu. Brassó
5, 456, 22
(
siebenb.
,
1613
):
Sintemal diesem frembden Geczy all heimliche Sachen bewusst, [...], darzu auch die Stärkt der Stadt.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
529, 709
;
Meisen, Wierstr. Hist. Nuys
1725
;
v. Ingen, Zesen Rosenw.
96, 10
;
Gilman, Agricola. Sprichw.
1, 15, 19
;
Koller, Ref. Siegmunds ;
Sappler, H. Kaufringer
23, 34
;
Rauwolf. Raiß ;
Grossmann, Unrest. Öst. Chron. ;
Schmidt, Hist. Wb. Elsaß .
Vgl. ferner s. v.  3,
1
 3, .
4.
›stark, beständig, unwankelbar, fest, willensstark (von Personen, psychischen Dispositionen)‹.
Bedeutungsverwandte:
,  9,
1
 5, , (Adj.) 23, , ; vgl.  6, ,  4.
Gegensätze:
;  2.
Syntagmen:
j. / die sele, das herz s. sein, s. in gottes dienst, im glauben sein
;
js. stand s. machen
;
s. anhalten, jm. s. trauen, jm. / e. S
. (z. B.
der sünde
)
s. wiederstehen, sich s. fürnemen, zu [...], etw
. (z. B.
die keuschheit
)
stärklichen vertreiben
;
der starke eid / gehorsam / glaube / rat, das starke herz / gemüt, die starke treue / zuversicht
.
Wortbildungen:
starkgläubig
2,
starkhalsig
(dazu bdv.:  1; a. 1515),
stärknis
›Erbauung, Stärkung, Kraft‹ (dazu bdv.: vgl.  1,  6,  3,  1).

Belegblock:

Luther, WA (
1522
):
das fur das beste halten, das die starckglewbigen und gesunden gewissen halten.
Große, Schwabensp. (Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
daz sin hertze so stete vnde so veste si vnde so stark, daz ist deme libe nimber chein dingh rathe, daz weder [...] daz gerichte si.
Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
2460
(
rib.
,
1444
):
Dan aff
[vom
aventzessen
]
alle de werelt hait unthalt | Ind arcedie ind stercknisse mannichvalt.
Sermon Thauleri
6rb, 26
(
Leipzig
1498
):
er [Moyses) was deß letzstenn tages alßo starck alß des ersten.
v. Ingen, Zesen. Ged.
390, 17
(
Breslau
1641
):
Ist dann die Liebe gar vergangen | Die angelobte starcke Treu.
Reichmann, Dietrich. Schrr.
130, 4
(
Nürnb.
1548
):
das weib ist ein schwache creatur / hat nit so ein mut vnd starckes hertz.
Eichler, Ruusbr. obd. Brul.
2, 1732
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
Alsus ist er starg, der vnledikeit von hertzen vnd irdensche ding lat vnd v́ber windet.
Gilman, Agricola. Sprichw.
2, 76, 30
([
Augsb.
]
1548
):
Starcke Raͤthe zuͦ hofe thuͦn nicht schaden / die schwachen thuͦnd es.
Winter, Nöst. Weist. (
moobd.
,
1580
):
hielte alßdann derselb nit stark gehorsamb sonder zug fort, ist er verfallen 32 fl.
Strauch, Par. anime int.
128, 28
;
Neumann, Rothe. Keuschh.
1218
;
Sermon Thauleri
26, 15
;
v. d. Broek, Suevus. Spieg.
165r, 12
;
Mayer, Folz. Meisterl. ;
Dietrich. Summaria
27v, 18
;
Rieder, St. Georg. Pred. ;
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
736, 23
;
744, 6
;
Gilman, a. a. O.
1, 539, 4
;
Jörg, Salat. Reformationschr.
242, 3
;
Eschenloher. Medicus ;
Munz, Füetrer. Persibein
267, 4
;
Winter, a. a. O. .
Vgl. ferner s. v.  1,  1, , ,  3.
5.
›allmächtig, stark, gewaltig (von Gott, Gottes Hand)‹.
Bedeutungsverwandte:
 1; vgl. , ,  2.

Belegblock:

Luther, WA (
1524
):
Heyliger starcker Gott, | [...] | las uns nicht versincken ynn des bittern todes not.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
541, 1105
(
Magdeb.
1608
):
Hielt nicht Gott ein die starcke Hand / | Vnd schickt nur vns in jhre Land.
Helm, H. v. Hesler. Apok. (
nrddt.
,
14. Jh.
):
Die ander tugent sich ougete | Do der starke Crist orlougete | Bi menschlicher brode | Mit dem grimmen tode.
Eggers, Psalter
11, 2
(
thür.
,
1378
):
Got ist recht richter, her ist stark vñ geduldic.
Wyss, Luz. Ostersp.
297
(
Luzern
1583
):
Allmechttig sind wir [PATER AETERNUS] von ewigkeitt, | Güttig, gwallttig, starck vnd bhend.
Helm, a. a. O. ;
Eggers, a. a. O.
50, 2
.
Vgl. ferner s. v.  1.
6.
›deutlich, (auch:) lang artikuliert, ausgesprochen (von Vokalen, Interjektionen); druckstark gesprochen (von Konsonanten)‹.
Bedeutungsverwandte:
 3; vgl. , (Adj.) 11, .
Gegensätze:
(Adj.) 1b, .
Wortbildungen:
stärke
9,
stärken
6.

Belegblock:

Kohler, Ickelsamer. Gram. (wohl ˹
Augsb.
1. Dr. 16. Jh.
˺):
Das, o, [...] ist der starck laut der die pferd still stehn macht.
Zum ersten hoͤrt vnnd vernymbt man ainen starcken athem, wie man inn die hende haucht.
das wa ain buchstaben in ainer silben aines worts starck lauten soll, so sol man den selben dupliert oder zwifach setzen.
Kohler, a. a. O. ; .
Vgl. ferner s. v.
1
 1, , .
7.
›steif, starr, unbeweglich, unbiegbar, nicht veränderbar (meist von Gegenständen, auch z. B. von einem Käfer gesagt)‹.
Bedeutungsverwandte:
(Adj.) 3a, , ; vgl. (Adj.).
Gegensätze:
(Adj.) 1a.
Syntagmen:
den käfer s
. ›steif‹
schelten
;
der starke bengel
›Prügel‹ /
rücke / stein, das starke bolwerk / ding / gebein / holz / schlos, die starke feder / kette / schwinge
.
Wortbildungen
starkheit
2 (dazu bdv.: ).

Belegblock:

Kurz, Waldis. Esopus (
Frankf.
1557
):
DEr Kefer wardt verachtet gar | Von dem hoffertigen Adlar; | Schalt jn onmechtig, starck vnd treg, | Wie ein Wurm stets im Roßdreck leg | Gantz wehrloß.
Ralegh. America iijv, (
Frankf.
1599
):
dieweil die Felsen / da sie in stacken / gar hartes Steins waren.
Voc. Teut.-Lat.
ee viijr
(
Nürnb.
1482
):
Starckeit oder vestigkeit. soliditas firmitas.
Brévart, K. v. Megenberg. Sphaera
7, 1
(
noobd.
,
1347
/
50
):
spera ist ain leibik stark dinch mit ainer praiten uͤmbslozzen
[die
spera
›Sphäre‹ wird hier als Körper gedacht].
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
841
(
oobd.
,
1607
/
11
):
1 türckisch starckh eysern schloß sambt dem schlissel.
Ebd.
99
;
156
;
182
;
722
;
1590
;
Vgl. ferner s. v.  1,  1, (Präp.) 5, ,  1,  2.