stalknecht,
der
 ;
–/
auch
.
›Stallknecht, Bursche für niedrige Arbeiten, vorwiegend in der Pflege der Pferde‹;
zu
1
 2.
Syntagmen:
das ros den s. striegeln
;
der s. trunken sein, sich einen stalmeister träumen
;
dem s. etw. geben / leihen, von dem s. etw
. (z. B.
eine schweike
)
kaufen
.

Belegblock:

Luther, WA
52, 62, 34
(
1544
):
Christus fragt nicht darnach, was du eusserlich seyst, Man oder Weib, Keyser oder stallknecht.
Schmitt, Ordo rerum
272, 19
(
omd.
,
1466
):
Stabularius stalknecht – marstaler [...] – stadelknecht.
Gille u. a., M. Beheim
247, 14
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
wie sich alle ding in der welt verkern [...] Das rait ross strigelt den stal kneht.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
1, 253, 16
Var. (
Straßb.
1466
):
an dem andern tag fúrbracht er zwen pfennig: vnd gab sy dem herberger
[Var. 1475-1508:
stallknecht
;
Luther
1545, Lk. 10, 35:
Wirte
].
Koller, Ref. Siegmunds
133, 33
(Hs. ˹
Augsb.
,
um 1440
˺):
sie leihent unterweilen stalknechten pfarren und prelatenpfründen.
Bachmann, Haimonsk.
42, 30
(
halem.
,
1530
):
das die stalknecht truncken wărend und entschlieffend, das sy der rossen kein acht hattend.
Joachim, Marienb. Tresslerb.
65, 20
;
Fastnachtsp.
821, 9
;
Rieder, Gottesfr.
128, 44
;
Golius
233
.
Vgl. ferner s. v. .