stössel,
der
.
1.; 2.,
s.  24.
3.
›mit der Hand bedientes Werkzeug zum Zerkleinern, Zerstoßen, Zermalmen (z. B. von Speisen, vereinzelt auch auf Personen bezogen)‹;
zu  3.
Bedeutungsverwandte:
 12; vgl. ,  3.
Wortbildungen:
stösselwein
›Wein aus unreifen, gefrorenen, mit einem Stößel zerstampften Trauben‹ (a. 1628).

Belegblock:

Wyss, Limb. Chron.
85, 34
(
mfrk.
, Hs.
2. H. 16. Jh.
):
da irfrois der win unde di truben an den stocken [...], also daz man di truben muste stoßen mit großen stoßeln.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel
3, 274, 20
(
Straßb.
1466
):
do es [taue] hett bedeckt das antlútz der erde. es derschain lútzel in der einoͤde vnd gestossen als mit eim stoͤssel
[Eck
1537
:
ste͂pfel
 ].
Löffler, Columella/Österreicher
2, 344, 4
(
schwäb.
,
1491
):
thuͦ den [senff] mit den henden uß gedruck in ain wol gesúbrotten morser, zerknist den mit dem stoͤssel.
Wedler, W. Burley. Liber
117v
(
moobd.
,
v. 1452
):
vnd man in styes mit ainem stössel geleich als ain gerstenwasser.
Ziesemer, Marienb. Ämterb.
18, 6
;
Uhlirz, Qu. Wien
2, 3, 5481, 17
;
Rechn. Kronstadt
1, 303, 33
;
403, 16
;
Voc. Teut.-Lat. ff iijv;
Pfälz. Wb.
6, 648
.
4.
ein aus dem Beleg nicht näher bestimmbares Utensil beim Fischen (im Bodensee).

Belegblock:

Geier, Stadtr. Überl.
604, 6
(
nalem.
,
1589
):
Dergleichen soll es auch mit den netzen gehalten werden, ausgenommen die erlaupten züg, als benandlich der sifrid, der stössel und der teufbom, und von dem adelzůg hinauß an den stumpen.