stäupen,
V.
1.
›jn. mit Ruten schlagen, züchtigen‹; ütr.: ›verbal auf jn. losschlagen, eindreschen‹.
Bedeutungsverwandte:
 20,  5,  1,  1, ,  3, (wohl deverbal zu
palme
 6),  3, , ,  5, , ; vgl.  10,  3,
2
 1,  2, ,  5,  3,  2.
Wortbildungen:
stäuper
›Peiniger‹, auch von Lehrern gesagt (a. 1618).

Belegblock:

Toeppen, Ständetage Preußen
1, 30, 32
(
preuß.
,
1286
):
wer is eyne sulche dübe, umb welche her vordynet hat, gestüppet werde.
Luther, WA
4, 656, 33
(
1517
?):
ehr [Gott] tentzelt mitt uns und steupett uns.
Ebd.
30, 2, 611, 27
(
1530
):
ob einer [...] sich selbs bis auffs blut steupet.
Ebd.
17, 2, 186, 15
(
1525
):
Das er [Christen] auch mitten unter den steupern nicht sterbe.
Ders. Hl. Schrifft.
Hebr. 12, 6
(
Wittenb.
1545
):
welchen der HERR lieb hat / den züchtiget er / Er steupt
[
Froschauer
1530:
gaislet
]
aber einen jglichen Son / den er auffnimpt.
Ebd.
Mk. 13, 9
:
sie werden euch vberantworten fur die Ratheuser [...] / Vnd jr müsset gesteupet werden.
Alberus
c ijv
(
Frankf.
1540
):
Schlag [...] ich puͤff / klopff / schlag / palm / plaw / boch [...]. Inscribo tergum virgis. ich streich / steup.
Stambaugh, Friederich. Saufft.
21, 15
(
Frankf./O.
1557
):
Die Rute solt bedeuten / das er noch ein Kind wer / und beduͤrffte wol / das er sich noch ein weil mit der Rute steuppen liesse.
Kurz, Waldis. Esopus
4, 93, 134
(
Frankf.
1557
):
Ein gutes stewpen one striemen, | Ein alter Wagen vngeknarrt.
v. d. Broek, Suevus. Spieg.
74v, 36
(
Leipzig
1588
):
wie man die Vbeltheter Bindet / Stoͤcket / Pfloͤcket / Steupt / Koͤpfft / Henget / Brennet.
Voc. Teut.-Lat.
ee viiv
(
Nürnb.
1482
):
Stawben oder Außslahen. oder außtreyben.
Sachs
23, 28, 19
(
Nürnb.
1554
):
Mein freunde mir der wort gelaubten, | Mit worten alle an mir staubten, | Das ich mir selb nichts arges thet.
Qu. Brassó
4, 278, 9
(
siebenb.
,
1663
):
Was vor einem Fuchs der Balg und der Pelz gstäubet soll werden; man spricht zwar Teutschland, Teuschland, aber der wird es wissen zu sagen, der ausm Feld nach Hause wird jagen.
Luther, WA
17, 2, 185, 27
;
30, 3, 244, 3
;
41, 323, 41
;
49, 4, 40
;
Peil, Rollenhagen. Froschm.
528, 672
;
Sachs
19, 183, 26
;
Reichmann, Dietrich. Schrr.
146, 34
;
Barack, Zim. Chron.
3, 495, 34
;
Henisch
1574
;
Schwäb. Wb.
5, 1671
;
Dauner, Obd. Bibelgl.
1898, 100
;
Schütt, A. Petris Bibelgl.
1908, 72
;
Bachmann, Einfl. Luthers.
1909, 49
.
Vgl. ferner s. v.  1.
2.
›etw. zermalmen, zerstoßen, zerschlagen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  2,  3.

Belegblock:

Scholz, Lanfrank. Chir. Parva
231v, 21
(
md.
/
oobd.
,
1446
/
8
):
gerstengraupen in öle geweicht vnd / darnach gestaupet vnd geseget.