1.
›Sand, Häufung kleinster Partikel zermahlenen Gesteins oder mineralischer Körner‹ (der Rohstoff allgemein); speziell: ›Quarzsand‹ (verwendet z. B. als Material zur Glasherstellung); auch: ›Kennzeichen der Landschaft im Blick auf die Materialität des Bodens‹ (von der spezifischen Beschaffenheit des Erdbodens gesagt); ›Sand als schweres, Feuchtigkeit bindendes, wärmespeicherndes Material‹ (gebraucht z. B. zum Bestreuen frischer Tinte, zur Erzeugung einer gleichmäßigen Wärmequelle in der Alchemie, zum Beschweren leerer Schiffe); ›Sediment‹ (in 1 Beleg empfohlen zur Minderung der Fruchtbarkeit schweren Erdreichs); offen zu
4;
5.
Syntagmen:
j. den s. ballen / brauchen / haben / halten / kochen / zeitigen / zerstäuben, der wind den s. zerwerfen
;
s
. [wo]
sein, vol steinlein sein
;
viel sandes
(Gen. part.)
aus der erden faren
;
j. gold aus dem s. waschen, j. / etw
. (Subj., z. B.
die schlange
)
durch den s. gehen / laufen, j. perlen in dem s. finden, das gemenge in s. setzen, etw
. (Subj.)
sich
[wie]
in dem s. ziehen, zuber mit s., j. etw. mit s. beschweren / laden, die schrift mit s. bestreuen, die grube mit s. füllen, einen haufen mit s. machen, den stechplaz mit s. richten, die biene
(Subj.)
sich mit s. laden, j. den se vol s. tragen, die grube
(Subj.)
vol des sandes sein, j. glas von s. machen, gold von s. scheiden, das schif von s. entladen
;
der grobe / rürige / schöne / warme / weisse s
.
Wortbildungen:
›Sandmenge zur gleichmäßigen Erwärmung einer Substanz‹ (a. 1602),
(dazu bdv.:
),
›Sandarbeiter‹ (dazu bdv.:
),
›ofenartige Vorrichtung, in der Sand durch Feuerung erwärmt wird‹ (a. 1602),
,
›Schiff, das Sand transportiert‹,
1 ›Sanduhr‹ (dazu bdv.:
); 2 ›mit einer Sanduhr gemessene Zeitspanne‹ (a. 1493).