salbei,
salvei
(mit Schreibvarianz, z. B. salbe, salve, self
), der
;-en/–
;die
;-Ø/–
;salbine,
die
; ein Heil- und Küchenkraut; meist: ›Garten-Salbei, Salvia officinalis‹ oder ›Wiesen-Salbei, Salvia pratensis‹; gelegentlich andere Heilpflanzen; oft im Orientierungsfeld mit anderen Heil- und Küchenkräutern (z. B.
2
, , , , 1, , , , , 1
, , , ).Zur Sache:
Marzell
ff.; 47ff.; 5, 470.4, 41
Gehäuft Kochbücher, naturkundliche und medizinische Fachtexte.
Syntagmen
(den) s. hacken / kaufen / nemen / sieden / stossen / trinken, x mal glühen, mit wein löschen
; (der) s
. (Subj.) heimisch / wild / zweierlei sein
, [wo] stehen
; etw. mit salbeien füllen / würzen, j. von s. reden
; der gederrete / grüne / wilde / zame s., ein büschel s
.; der sturzel, die wurzel des salbeien, der same, die stat / wurzel der s
.; eine hand vol, ein büschel s
.; antvogel in salbeien
.Wortbildungen
(im Bw. teils sowohl salbei-
als auch salbeien-
): salbeibier
salbeiblat
salbeiensaft
salbeiensame
salbeimet
salbeiwasser
salbeiwein
salbinenblust
salbinenwurz
Belegblock:
1 vasz lefendelbir, 1 vasz wermetbir, 1 vasz salviebir.
1 ton salveimeth.
Er nennet aber das allergeringste, so sie zu Zehend gegeben haben, als den Tille, Mintze, Majoran, Salbenbletter.
Das eirst gericht mit ein zam schink mit peffer, 2 mit antfogel in selven.
Man tut auch oft gekreuter in | Den snoden und den gutten wein: | Wermut, isop, self und alant.
Also magst du auch mit gedörreter salbei, klein gestossen, allerlei kost würzen, machet die speise lieblich und ist gesund.
Ebd.
96, 3
: Das die bienen gerne in die stöcke und körbe ziehen. Nim raute, salbei, isop, honig.
Man sol sie [duben] mit specke vnd mit wachaltern vnd mit salben fullen vnd braten.
Ein krot lag an des salven wurtzel, | Die het vergifft des salven sturtzel.
Ob si [bermuͦter] sich dik blaͤg, súd / bẏbergaili vnd salbinun vnd guͦten win / vnd trink das.
Ebd.
214r, 26
: Nim salbinun wurczen oder das krut vnd / zwah das har mit dem safft: es wirt dir swarcz.
nim salbeyen safft vi lot.
kein salviwein, kein gewürzwein [...] ist euch gut.
[ein vnguentum:] salbinenbluͦst, seuibom, blaustie, balsamite, thimi, [...] iegklichs iiij vntz.
diu krot izt gern salbai und vergift der salbai wurzeln nümmer, dar umb schol man der salbai stat mit rauten umbgeben.
wer den grimmen in dem pauch hat, der trinck saluay wasser.
Salben somen [...], den sehit man alßo andern somen in gut ertreich.