salat,
der
;
aus
ital.
salata, insalata
›das Eingesalzene, Eingelegte‹
(
Kluge/S.
2011, 783
);
›(ein)gesalzene Salat(kraut)speise‹ ().
1.
›veschiedene, für die Herstellung von
salat
2 gebrauchte Pflanzen‹ (allgemein); speziell: ›Garten-Lattich, Lactuca sativa‹; auch: ›Endivie, Cichorium endivia‹; ›Rückel, Gartenrauke, Eruca sativa‹; offen zu 2.
Zur Sache:
Marzell
1, 988
f.; 2, 303f.; 1148;
Lex. d. Mal.
7, 1285
f.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld): , ,  1,
1
 1, ,  1, , ,
2
, .
Wortbildungen:
salatkraut
1,
salatpflanze
,
salatsame
.

Belegblock:

Ermisch u. a., Haush. Vorw.
134, 29/33
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Diese salatsamen seind die besten. [...] so der Aprill voll wirt, soll man die salatpflanzen ausziehn.
v. Keller, Ayrer. Dramen (
Nürnb.
1610
/
8
):
Deßgleichen Köhl, Grüns kraut vnd Solat | Fressen sie als gern in der Statt.
Sudhoff, Paracelsus (
1536
):
sind auch der menschen magen ausgeteilet. etlich die gern kreuter essen, als salat, capperlin, sind küh magen, etlich gern fleisch sind huntsmagen.
Maaler (
Zürich
1561
):
Salatkraut / scharpff wie kressig. Eruca, erucæ.
Haszler, Kiechels Reisen (
schwäb.
,
n. 1589
):
wüe sehr wür in bathen, das er unns einen salat, dessen er doch genueg in einem gärtlin [...] waxen hatte, fürs geltt wüderfahren lües.
Rauwolf. Raiß
24, 4
([
Lauingen
]
1582
):
Jnn disen Gaͤrten [...] werden gefunden / mehrerlay sorten von Salat vnd Kuchenkreüter / alß Endiuen, Lattich, Ruckelen, Aspargen, Eppich.
Alberus, Barf. ;
Ermisch u. a., a. a. O.
95, 23
;
256, 2
;
Schmitt, Ordo rerum
389, 15
;
Schulz/Basler
4, 23
f.;
Vorarlb. Wb.
2, 817
.
Vgl. ferner s. v. .
2.
›(wohl aus zerkleinerten, essbaren Pflanzen bestehende) mit Öl, Essig, Salz, Kräutern, Gewürzen und anderen Zutaten angemachte Speise‹.
Zur Sache:
Lex. d. Mal.
7, 1286
.
Bedeutungsverwandte:
.
Wortbildungen:
salatkraut
2 ›Kraut zum Anmachen von Salat‹.

Belegblock:

Mieder, Lehmann. Flor.
802, 2
(
Lübeck
1639
):
Salat mit Baumoͤl laͤst sich essen.
Luther, WA Br. Anm. 3 (
1533
):
quibus delicati mercatores utuntur zum Salat, und soll sehr wohl schmecken.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
137, 18
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Wann er [hopfen] gebrennet wirdet mit warmen wasser, so gibet er auch einen guten salat. Und hernach essig und ohle darüber gegossen.
Dasypodius A (
Straßb.
1536
):
Acetaria, herbæ quæ ex aceto Summuntur, Salat.
Dict. Germ.-Gall.-Lat.
392
(
Genf
1636
):
salatkraut [...] Herbes foit froides, ou chaudes, quʼon met en la salade, Acetaria, riæ.
Rot
349
(
Augsb.
1571
):
Salat. Ein gruͤne speiß mit kreutel / oͤl / saltz vnd Essig / auch andern dingen zubereyt.
Vgl. ferner s. v. .