sünd,
Adj.;
in allen Belegen auch als (
die
) lesbar.
›sündig, sündhaft‹;
vgl. 3.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 1; 2.

Belegblock:

Chron. Nürnb. (
nobd.
,
1488
):
antwort der konig: es ist zimlicher und minder sünd, solich flaisch heut
[am
karfreitag
]
zu eßen, dann [...].
Haas u. a., Erasmus/Jud. Klag
15v, 20
(
Zürich
1521
):
Thaͤten das [kriegen] vngotsfoͤrchtig buͦbẽ / moͤcht soͤlichs / der person halb / mindʼ suͤnd geacht werden.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
daz
[eine bestimme Lage beim
unkäuschen
]
ist aller schedleichest vnd ist gar sünd.