roz,
der
.›Schleim; Nasensekret; Rotz‹.
Phraseme:
roz und wasser weinen
.Syntagmen:
j. r. an den ärmel streichen, aus der nase ziehen, in der nase leiden, jm. r. anschmieren, unter das antliz speien
; der r
. (Subj.) des leibs natur sein, von jm. brechen
; j. mit r. um sich werfen, etw. mit r. beschmieren, jn. mit r. füttern, etw
. (Subj.) vol r. sein
; der r. auf dem ärmel
; der giftige r
.Wortbildungen:
˹rotzegen
rotzen
rozaffe
rozleffel
rozkrankheit
roztuch
Belegblock:
Ja sie sind gelieder der kirchen gleich wie, speichel, rotz, eyter, schweis, mist, harm, stanck, grind blattern druse frantzosen vnd alle seuche des leibes gelieder sind.
das ihn [Bapst] nu Schmidt, Witzel und Rotzleffel loben, da gibt ehr ihnen Prebenden und Thumereien fhur.
Si vis bruder unlust sein, schilt dich, quod habes nasum, per quem egreditur rotz und unflat.
Du findst noch vil der selben Fritzen | Den allzeit jre ermel glitzen / | Mit schnoder gringßrumb wol geziert / | Die backen auch mit rotz beschmiert.
wenne ym dy naseloͤcher nymme rynnen unde nymme roczegyn, so ist ys gesunt.
wie die kind geyffern und roczen, | desgleich dÿ alten aüßwerffen und sproczen.
die vnglaubigen pösen speygen ym vntter seyn antlitz giftigen rotz.
Rotztuch. nasitergium.
Die bewrin thun rotz und wasser weinen.
der nasroz, nimbt sich aus der digestion des hirns. und was in der selbigen geschiden wird, das gêt durch die nasen. aus dem folget nun ein rozkrankheit.
Nun schwig, du schantlicher valscher pfaff! | Trischenmul! du schwininer rotzaff!
Secht, also streich Egg sinen rotz | an ermel wie die kinder!
Ampelen roͤrle oder ringle (das) da der dachten innen ist / vnnd darauß er gezogen wirt / wie der rotz auß der nasen.
sie huesteten oft und dick, daß aiter, pluet und rotz von in prach.
Lichtenstein, Lindener. Katzip. ;
Keil, Peter v. Ulm
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