2
rotten,
V.
›sich versammeln‹; negativ konnotiert: ›sich in aufrührerischer Absicht zusammenrotten‹; selten trans.: ›jn., eine Gruppe von Personen zu einem je spezifischen Zweck versammeln‹;
vgl.
1
1; 2.
Bedeutungsverwandte:
2, 4, (V.) 2, 1, 1, .
Wortbildungen:
rotling
›Mitglied einer Zusammenrottung‹,
rotterei
1 ›Zusammenrottung; Verschwörung; Aufruhr‹ (dazu bdv.: ); 2 speziell ›ketzerische Abspaltungsbewegung‹ (dazu bdv.: , ),
rottung
1 ›Zusammenrottung; Verschwörung; Aufruhr‹ (dazu bdv.: ); 2 speziell ›ketzerische Abspaltungsbewegung‹ (dazu bdv.: , ).

Belegblock:

Luther, WA (
1509
/
21
):
Drum sein wir eyttel Esauiten und rottling, die nach dem bluͤth durstet.
Ebd. (
1532
):
so ist es Mose gangen jnn seinem volck, ja Jacob Jsaac und Abraham jnn seinem haus und Adam, der nur zween soͤne hatte, noch muͤste einer eine rotterey anrichten.
Franck, Klagbr.
225, 22
(˹wohl
Nürnb.
˺
1529
):
das alle deiner Gewalt vnterthenige / wider dein K. Mai. sich rotten hauffen partheyen entpoͤren vnd on straff zusamen schwerenn duͤrffen.
Ebd.
229, 1
:
der gwalt des schwerts / mit dem man rechtlich das vbel straffenn solt [...] als diebstal / rauberey / todschlag / rotterey vnd verpündnus.
Koppitz, Trojanerkr. (Hs. ˹
noschweiz.
,
15. Jh.
˺):
Dü scharen all da gerottett ward.
V. Anshelm. Berner Chron. (
halem.
,
n. 1529
):
so dan [...] die undertanen iren fuͤrstaͤnderen glich gesint und gesitt werden, wass daruss fuͤr ein regiment, ja ein gitige, untruͤwe rotung erwachse, mag der from, fuͤrsichtig wol verstan.
Jörg, Salat. Reformationschr.
570, 1
(
halem.
,
1534
/
5
):
da hatt ein redlicher gsell us unserm Fryen Ampt / unwüssend das sy ein solche conspiratzion / und rottung hand / ein stechbalmenestlin angferd jmm huͦtt gen Zug zmerckt tragen.
V. Anshelm. a. a. O.
5, 103, 6
;