rotlauf,
der
;
vereinzelt
das
;
-s/–
,
rotlaufen,
das
.
›krankhafte Hautrötung, Hautentzündung; Wundrose‹; vereinzelt speziell auf eine durch die Aufnahme von Mutterkorn hervorgerufene Erkrankung bezogen, die ebenfalls mit Hautveränderungen (Durchblutungsstörungen bis hin zum Absterben von Gliedmaßen) einhergeht: ›Ergotismus, Antoniusfeuer‹;
zu  3.
Zur Sache:
Höfler, Dt. Krankheitsnamen-Buch
353
.
Bedeutungsverwandte:
, ; vgl. , .
Syntagmen:
den r. gewinnen / haben
;
der r
. (Subj., personifiziert)
nicht dahinten bleiben, seinen ursprung in den dingen des tartari haben
;
j. mit dem r. angegriffen / beschmeist / geplagt werden
;
der urspung des rotlaufs
.

Belegblock:

Ralegh. America (
Frankf.
1599
):
daß die Hispanier [...] mit boͤsem Blutgaͤngen / vnd dem Rotlauff beschmeyst / vnd jhren Pferden vergeben worden.
Sachs (
Nürnb.
1544
):
Die reud kam dar mit grossem jucken. | [...] | Der rotlauff, krampff und die harmwinden, | Der aßl und wurm bleib nit dahinden
(Versammlung der Krankheiten).
Sudhoff, Paracelsus (
1529
):
Von dem neuwen gewulch oder rotlaufen
(Überschrift).
Dict. Germ.-Gall.-Lat.
387
(
Genf
1636
):
rothlauff / m. S. Donges Fewer / n. Le feu S. Antoine [...]. Denn (rothlauff) haben.