Joachim, Marienb. Tresslerb.
(
preuß.
,
1408
):
1 fird. eyner frauwen vor rosen.
Enders, Eberlin
([
Wittenb.
]
1523
):
ein Christ ist vnder den vnglaubigen, wie ein roß zwyschen dornen.
denn andere [...] durch die lere der demut nur eyttel hoffart fassen, wie eyne spynne aus der rosen eyttel gifft seuͤget.
es sind feine blumen gewest, die umb die zeit der erndte wol riechen, als bey uns die neylichen, lilien und rosen.
Mit solchen rosen will er [Gott] geschmucket sein.
[Bruder Lewen] sahe Franciscum auff eim allerhoͤhesten Berge mitten vnter den aller gruͤnesten Bewmen / Liligen vnd Rosen.
Fischer, Brun v. Schoneb.
(
md.
, Hs.
um 1400
):
[iz heizet] ein rosenboum nach den rosen.
Thiele, Minner. II,
25, 35
(Hs. ˹
md.
/
rhein.
,
1. V. 15. Jh.
˺):
wyp ist eyn steyn vuͦr ongemach, | wyp ist eyn bloyende rosen rys, | wyp ist mannes paradys.
wonnencliche bliche | scouwen mit den ougen, | wider wengen touͦgen, | [...] | mit roden rosen muͦnden.
Scholz, Lanfrank. Chir. Parva
231v, 18
(
md.
/
oobd.
,
1446
/
8
):
nach dem lecz wasenn leg / darczu weyßen roßen czuger.
Wyss, Limb. Chron.
(
mfrk.
,
3. Dr. 14. Jh.
, Hs.
2. H. 16. Jh.
):
in dem rosenmande worden di von Honfe [...] in eime felde nidergeworfen.
Die farben siner kleider waren swartz, dannet ader raset.
Hajek, Guͦte spise
4
(
rhfrk.
/
nobd.
,
um 1350
):
Man sol huͤnre braten [...] vnd nim einen vierdunc rosen dor zvͦ.
syede eynen dranck [...] mit syropel von rosen.
Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
164, 10
(
Frankf.
1535
):
[Nitrum] Jst warm vnd trucken im andern grad / das beste ist auß Armenien / das liecht ist / brichig [...] weiß purpurfarbe oder rosin.
Hübner, Buch Daniel
(
omd.
, Hs.
14.
/
A. 15. Jh.
):
Rotir dem ebore drilch, | Der da von alder rosilt.
Ja stet die sine glose | Bluende sam ein rose | In Apocalipsi blic.
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
10, 5
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
Merke, wie die lüstigen rosen [...] müßen zu nichte werden.
Thiele, Chron. Stolle
(
thür.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
do was bereitet eyn tisch mit eynem wissen tuche, unnd dar uff fele schoner rossen blumen unnd grass.
Gille u. a., M. Beheim
333, 28
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
wil ich sunder rumen | der braunen röslein varw | Fur alle plumen garw.
sie pot mir an der stunt | Iren roczigen munt | und pegund mich zu kussen.
Wendehorst, UB Marienkap. Würzb.
485, 34
(
nobd.
,
1527
):
In einem grossen behelter [...] in der sacristei: [...] Ein rosen von Jhericho.
Rosenpusch oder rosengewechst oder rosengart. rosetum.
[Also kam ich] An ein wolschmeckend rosen-hag.
Kehrein, Kath. Gesangb.
(
Nürnb.
1631
):
in deinen Garten, | Wird steigen vnser Gott, | Wird brechen die Roͤselein, | Das ist die ware Menschheit, | Im keuschen Hertzen dein.
Der Christlich Ghorsam zu der frist, | Die fuͤnffte Rosn im Kraͤntzlein ist.
Die Rosenstoͤck die bluͤen stett, | Der Fruͤeling nimmermehr vergeht
(Beschreibung des Paradieses).
so dú [jungfrow] einen rosen ab der rosenstuden gebrichet, so [...].
der [ring umb sin hobt] ist umb und umb mit roten und wissen rosen vermischet under enander als ein roͤsin schapel.
uf dem rosbome erschein daz kundli JESUS mit einem roten rosenschapelin.
Liden kleidet die sele mit roͤslim kleide, mit purpurvar.
Wie mag daz schoͤn rosenzwi des himelschen paradises [...] geloͮben eime armen túrren tistel.
Hampe, Ged. v. Hausrat
4, 25, 10
(
Straßb.
um 1514
):
Das Stũlin dar vff es [kindel] dan Roͤßlen sol | Die selben roßen
[hier euphemistisch: ›Stuhlgang‹]
schmecken nit fast wol.
Barack, Teufels Netz
(
Bodenseegeb.
,
1. H. 15. Jh.
):
Wan ir
[der
junkfrow
]
künsches raines pluot | Plüget recht als der rosz im maien tuot.
Rieder, St. Georg. Pred.
(Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
do sah er [Moýses] ainen rosboͤschen brinnen.
Warnock, Pred. Paulis
3, 221
(
önalem.
,
1490
/
4
):
Won da hat geplügt der wys lyly der kúschikait, der rot roß der gedultikait, der plaw vigol der demütikait.
die selben schleg mit oleo laterino salbest und [...] bindest mit dem rosessig.
Bartsch, Reinfrid
(
halem.
, Hs.
14. Jh.
):
des wart sîn lop gerœset | mit manges ruomes kranze.
Päpke, Marienl. Wernher
(
halem.
,
v. 1382
):
Sin
[Jesu]
húfeln
[›Wangen‹]
vinen rosen glich | Rot, wisser denne ain milch.
[die fier sŭn Amon] müessend inn iren henden rossenestly tragen, das man sy erkenn.
Wiessner, Wittenw. Ring
3457
(
ohalem.
,
1400
/
08
):
Rosenwängel, roter mund | Sind vil scheder dann gesund.
Der gruͤn Rosenknopff / ee sich die bletter haͤrfür thuͦnd. [...]. Der Rosenknopff so ein wenig auffgangen ist.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
(
oobd.
,
1349
/
50
):
[der paum] hât pleter geleich aim rôsendorn.
man schol die rôsen prechen, wenn si sich zemâl habent auf getân.
daz honig hât die kraft, daz ez rainigt von des honigs art und sterket von dem edeln rôsensmack.
Eis, Gesundheitsl.
126, 14
(
oobd.
,
1520
/
30
):
Von den weyn, die mit krewtter gemachet [...] Rosen weyn ist czymlich summer czeyt.
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
988
(
oobd.
,
1607
/
11
):
Ein klein becherlin von rosenholz ablang gedreht.
Nyholm, Füetrer. Gralepen
742, 2b
(
moobd.
,
1473
/
8
):
ir rosen taw̆ig waͤnglein wurden plaich.
Panzer, Seifrid Füetrers
137, 7
(
moobd.
,
1478
/
84
):
Seyfrid vmbfalten ward manig mal, | dar zuͦe gekǔsst von süessem mund geröset.