Quint, Eckharts Pred.
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
des rosses natûre wære, daz ez sich zemâle ûzgüzze mit aller sîner kraft mit springenne ûf der heide.
Kehrein, Kath. Gesangb.
(
Köln
1582
):
Seid nicht wie roͤß vnd mauln im land, | Die gentzlich haben kein verstand, | Doch die gleich wilden thieren sein.
Dünnhaupt, Werder. Gottfr. v. Bullj.
20, 27
(
Frankf./M.
1626
):
in manchem Rossz viel tugent heimlich stecket / | Die durch viel uͤbung erst in jhm wird auffgewecket.
Ir hern, versucht meinr kuchlin
[hier: ›Pferdeäpfel‹]
auch, | Der ich in einem rospauch | Heut frü fur dag hab abgepachen.
Gille u. a., M. Beheim
97, 82
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
all zeit so sollen gerten hie | sein auff der narren rüke | Geleich reht als daz pis dem gaul | ader dem rass ist in dem maul
[vgl.
Luther
1545, Spr. 26, 3:
Dem Ross ein geissel vnd dem Esel ein zaum [...]
].
Etlich pand man auff wilde rass | und liess sy lauffen.
Ir furstn und hern, wie wol | land ir euch laichn und toren | [...] | [...] mit dez rasses starcz.
Roß ein groß pferd odʼ hengst.
Der vier roßwandel hat sie [weib] drey, | Harschlecht, rützig, rewdig darbey.
Das wünschten sie [mägd] mir die roßfeyffel | Was ich nur für ein saw möcht sein.
Das dich roßmarter schendt und blendt!
Ich [Damon] sich ein scharpff zwischneident schwert | Ob meinem haubt hangen fürwar, | Gantz zitrendt an einem roßhar.
[Der wirt] sagt im auch her, | Wie sein hinckenden gaul, den grossen, | Der roßfeiffel het angestossen, | Daran er auch gestorben wer.
Daß dich roßhoden schend und blend!
Der bauer greifft an bauch und spricht: | [...] | Sol ich erst ein roßmutter wern? | O, wie sol ich mein fül gebern?
Ich aber hab ein nüeczlich weib, | Groß, starck, grob und rüessen von leib, | Die vertritt mir im hauß ein gaul.
Gilman, Agricola. Sprichw.
1, 15, 16
(
Hagenau
1534
):
er [Gott] hat nicht gefallen an der stercke des roßes noch an yemands beynen / sondern an denen / so yhn furchten.
wenn man von grosser arbeyt sagt / die schier uber eyns menschen kreffte ist / so spricht man / es sey roß arbeyt.
Bolte, Pauli. Schimpf u. Ernst
(
Straßb.
1522
):
Der ein malt ein Roßmerhen, und da sie ußgemacht was, da ließ er ein reisigen Hengst darzũfuͤren.
Asilus, Ein roß muck / oder brem.
Centauri [...], voͤlcker in Thessalia / oben menschẽ / vndẽ ross gestalt.
Ein ross schar / ein hauffen pferd.
Hinnitus, Das ross geschrey.
Sobald ersahe ich einen Mänschen eines scheützlichen schröcklichen Angesichts, [...], daß Maul als ein Roß sich beschäumend.
Nim rosen mist vnd ain hant voll knobloches bletter vnd súde das vnd bad dar inne.
sehet an den roßkefer wavon er wechst, nit aus dem roßzirk sonder aus derselbigen constellation.
UB Zug 2031, 10
(
halem.
,
1514
):
19 klein zininn roͤslÿ, boͤß und guͦtt.
er [kŭnig Hermin] wirt dine fŭrsten an sinen roßschwäntzen zŭchen und schantlichen töden lăssen.
Rosz das im stapff gadt. [...]. Das Rossz leynt sich auff vnd schlecht mit den fuͤssen in lufft. [...]. Grosse Rosszbraͤm / im summer den rossen gar überlaͤgen.
Rosszhaͤrdt (die) Ein hauffen rossz. [...]. Rosszmuck / oder hundsmuck (die) Ein gattung deren braͤmen.
roshuff / m. [...] Vnguis equina.
Müller, Nördl. Stadtr.
(
schwäb.
,
1445
/
7
):
Es sol auch kain alt büsser unden zu solen und zu bödinen nichtz ansetzen denn rüssins oder rinderins.
also nam ich mein pfärdlin bei dem zigel und gürt mein sporn ab und röslet an der steig [...] und zoch mein pfärdlin mit mir.
da hat ain stuͦtten ain kind bracht, [...], und hat gehabt 2 fies, 2 arm und ainen roskopf.
[Caspar Herzog] hat auch die schlösser in der kirchen mit roßkat verschobt und die altär überstreuet.
Barack, Zim. Chron.
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Der knecht nimpt ain liecht [...]; so ersicht er, das die reuter rossfüess haben.
Ich gedenk, die gepüre von der werthaimischen gült und anders, [...], das hab das rösslin auch laufen machen.
ein vnmenschliche creatur [...] von dem haubte biß auf den gürtel geschafen als ein man. vnd vnderhalb als ein roß.
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr. vor
528, 1
(
moobd.
,
1473
/
8
):
Abenntew̃r wie dy Chriechen die zway ros in dy stat prachten und Troya erstörtenn
(Überschrift).