robat,
auch
2
rabat, die
;–/-Ø, -en
;zu
mhd.
robâte
›Fronarbeit‹
, aus atschech.
robota
›schwere, mühsame Arbeit; Frondienst‹
(Pfeifer
f.; 2000, 1132
Schulz/Basler
f.).3, 460
›Fronarbeit‹.
Zur Sache:
Lex. d. Mal.
ff.4, 986
Schles. / oobd.; gehäuft Rechts- und Wirtschaftstexte.
Syntagmen:
(die) r. richten / tun
, [wo] schuldig sein
; jm. etw. an robaten verkaufen, j. für die r. holz auf das haus füren, in r. sein, jn. in die r. sagen, j. mit r. bedrängt werden, gehorsam gefunden werden, jn. zu r. nötigen
; die r. mit pflügern
; die grosse / schwere r., alle r
.; x tage r
.; x pfenning für r
.Wortbildungen:
robarbeiten
robatgeld
robattag
Belegblock:
di nochbenantin dorfir mit allim, daz do czu gehorit, is sy geschos, czins, czinshunir, czins eyir, [...], robotin, erunge, wysute, busin, ablegunge vnd voytpheninnge.
sie sollten das stättel dorzu halten, dass sie holz scheiten zum wasser führen einwerfen und ander robot thuen sollen wie andere ir. mt. underthane.
so ist ihnen auf ihr [...] bitten das robotgeld der obbemelten 30 schock mark nachgesehen worden.
Der kunig seczt aber eyn obristen dahin [...]; der nott die armen lewdt [...] zw grosser, schwarer rabat und welch das nicht tetten, die wurden von stund an gephendt.
Welchem der richter in die robath sagt und zu rechter [...] zeit nit kombt, ist dem richter verfallen zwelf pfening und die robath mueß er danoch richten.