v. Bunge, Livl. UB
4, 200, 27
(
nrddt.
,
1398
):
Gedenket ouch, wie die herzogen von Stetyn ouch haben nedergelegit die ritterfart durch ir land, und hindern die, wo sie mogen, zu lande und zu wassere.
Joachim, Marienb. Tresslerb.
(
preuß.
,
1400
):
4½ scot vor eynen ritterzom.
Toeppen, Ständetage Preußen
1, 217, 24
(
preuß.
,
1413
):
Dornest hot her
[der Bevollmächtigte des Königs Sigismund]
sich vom andern teyle czu rittere losin slon vnd machin, her hot manchirley grosse gabe von im vntfangen.
man hat sie vs irem stadtrechte geczogen czum ersten in ein ritterrecht oder vor eyne ritterbank czum Elwinge vff das hus, dorvmb die bisschoffe alle do woren.
Do wurden vil schwere sachen, die im lande geschogen, furgebracht und gar vil klagen, so es im ewigen fride gelossen was, das ritterrecht zu halden.
Ziesemer, Gr. Ämterb.
353, 22
(
preuß.
,
1485
):
6 armbrusthe, item 2 ritterschilde.
Leman, Kulm. Recht
(
Thorn
1584
):
Eynerleye dynstlute synt dy, dy rytter tzu mannen haben.
Luther, WA
18, 612,
Anm. zu Z. 3 (
1525
):
vnd [Konig odder Fürst] decht odder rechnet nicht, wie sein vermügen stunde, was sein kamergut rente vnd einkommen vermocht [...], wie lang er getrawet Ritter und knecht zubesolden, wie viel mehr vnkosten auff krige gehen denn sonst gemeines haushalts kosten sind.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
581, 2361
(
Magdeb.
1608
):
Synt Fuͤrsten vnd Herrn jr wort nicht hielten / | Mit dem Landfrieden vntrewlich spielten / | Aus Cains Kindern
[Brudermördern]
Ritter worden / | Die Muͤnch annamen Jungkhern orden
(Motiv der verkehrten Welt).
Thiele, Minner. II,
31, 287
(Hs. ˹
md.
/
rhein.
,
1. V. 15. Jh.
˺):
vil ritter end heren ich nu weis | die gerne weren in eren kreis | getreden us den schanden.
Koller, Reichsreg. Albr. II.
105, 14
(
1438
/
9
):
Wir Albrecht etc., bekennen etc.: Das der edel Mathes Sligk ritter, unser hoffgesinde, diener und lieber getruwer, uns hat [...].
daz yr
[König Albrecht II. von Österreich]
dan den vorgenanten herczog Adolff daz egenant herczogtum und furstentum zu Sleswyk myt alle seynen eren, wyrden, herschofften, herlicheyten, mannen, manscheften, ritteren, knechten, slossen, vesten [...] und myt allen rechten, die darzu horen, gnedichlichen geben, gelihen und gereychet.
Quint, Eckharts Pred.
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
Si [die menige der engel] bewîset gotes rîche, als ein herre bewîset wirt von der menige sîner ritter.
Ders., Eckharts Trakt.
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
Ez ist ein zeichen, daz der künic oder ein vürste einem ritter wol getrûwet, sô er in sendet in den strît.
Ein ritter in einem strîte wâget guot, lîp und sêle durch zergenclîche und vil kurze êre.
Wyss, Limb. Chron.
(
mfrk.
,
2. H. 14. Jh.
):
Des qwamen di geselschaft von dem sterne
[im 14. Jh. in Freiburg gegründete Adelsgesellschaft]
zu haufe me dan mit funfzenhondert rittern unde knechten unde dreben den lantgreben abe.
Mone, Adt. Schausp.
(Hs. ˹
omd.
,
1391
˺):
Geselle, [...] | du
e
salt mir myn swert noch trage | und salt mir uff seczen myne rittirs hube.
Behrend, Magd. Fragen
(
omd.
,
um 1400
):
Eyn man hette lehengut undir syme herren, do her ym dinst von pflichtig were glich rittern unde knechten.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
297, 26
(
thür.
,
1474
):
[Zwei Brüder]
habin volkomelichen acht hoffen lehengutis unde eygenes, dy da in yr fry rittergud gehoren.
solliche geczugen endorffin nicht in der sachen von rittersart geborn sin.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
71, 28
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
des wart der keyser irczornt [...] unde bereyte eyn vil grozis her von rittirn.
Kisch, Leipz. Schöffenspr.
(
osächs.
,
1523
/
4
):
Ist ein man von ritters art verstorben, der nach ime frei lehengut [...] gelassen hat.
Bindewald, Texte schles. Kanzl.
35, 37
(
schles.
,
1376
):
[
Deme ebenante erbern manne Pilgrime
wird ein Lehen gewährt]
zu zebin wachin in eime iczlichin iare ewiclichin Rittirdinstes.
Gille u. a., M. Beheim
75, 157
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Ein chung ein riter hete, | dem er und den nach chumen sein | ein stat oder ein slos geb ein.
Bührer, Kl. Renner
231
(
nobd.
, Hs.
um 1480
):
Die ritter haben nymmer trewe, | Da man mag auff gebawen.
Rittersgurtel oder kunigsgurtel. balteus.
Schau! dort thut sich zu vns hernehen | Ein wolstaffirter Rittersmann. | Kompt her vnd last jhn greiffen an!
ein suber jungling [...] braht mit ime zwen kluͦg riterschuͦh und endrú kleider, dú riter pflegent ze tragene.
Buck, U. v. Richent. Chron. Conz.
(
alem.
,
um 1430
):
Do nam [...] der küng, Hainrichen von Ulm, [...] hieß inn nider knüwen. Und vor inn allen schluͦg er inn ze ritter mit ainem bloßen schwert.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
726, 16
(
els.
,
1362
):
Do wolte der keyser Julianus wider su [die húnen] striten, do von besoldete er sine ritter mit grossem guͦte.
ein schone ritterhus daz in der burge stunt.
Paludamentum, Ein ritterrock / ein kriegßkleid der hauptleüten / odder des oͤbersten feldherren.
Roloff, Brant. Tsp.
1570
(
Straßb.
1554
):
Diser Ritter ist so tugentreich gesein | Das er hertzlich leid hatt und pein / | Das er ein tag predig hatt versumpt.
Ein keisser sol al mol vnder im ritter haben, den gemein nutz zwͦ beschirmen.
Es ist kein ritter mer, der well witwen vnd weisen beschirmen, sunder sÿ machen sÿ!
Uͦlrich von Thor, ritter, phleger und schirmer der herschefte.
Schmidt, Rud. v. Biberach
168, 25
(
whalem.
,
1345
/
60
):
want enhein stat ist an luͥte vnd an volk, so het der sel schoͤpher in ir geordenot drier hant volk: die wisen ze rate, ritter zvͦ stritte, hantwerch luͥte zvͦ dienste.
Tobler, Schilling. Bern. Chron.
(
whalem.
,
1484
):
wart im ouch in allen sinen raͤten [...] vast gevolget, dann er gar ein túrer, wiser und ufsetziger ritter zuͦ kriegen.
her Hanß der Langenmantel [...] rayt mit 12 pferden woll geryst mit harnasch und rytterzeug, dan er waß ain rytter.
Primisser, Suchenwirt
(
oobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
Der ritters orden ist geleich | Als der den pokch trait zu der weich | Hin mit dem edlen lamme.
Steinberger u. a., Urk. Hochst. Eichst.
147, 20
(
noobd.
,
1319
):
der vorgenant Heinrich von Muͦr und Seyfrid von Moͤrnsheim, die ritter, [...], der elsten und besten ritter, die in der graschefte ze Hirzperch gesezzen sint.
Niewöhner, Teichner
201, 42
(
moobd.
,
1360
/
70
):
wer die werlt wil uͤber vechten, | der sol nicht mit ritter chnechten | cziehen dar in streites gier.
Miles Ritter die streytperleich leben.
Hohmann, H. v. Langenstein. Quästio
195, 229
(
moobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
der ritter ist seinem herren vil lieber, der mändleich in dem streyt dy veint hat v̈berbunden, den der in den streytt nye cham.
Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
(
moobd.
,
1478
/
81
):
Nu berüembten sich vil gueter ritter und knecht, und ieder wolt den künig Friderich gefangen haben.
war sein [Kaiser Karl] hofhaltung und behausung gemainiglich bei den kriegsleuten, rittern und knechten im veld.
Kaiser Hainrich [...] bestelt umb obgenant gelt ritter und knecht und schickt si über meer.
Bremer, Voc. opt.
41048
(
wmbair.
,
2. V. 15. Jh.
):
Capitaneus [...] ritterherr.
Dopsch, Urbare Steierm.
229, 35
(
m/soobd.
,
16. Jh.
):
uf verbott und verkhundung des h. sends sall ein ieder burger, so unter die klocken gehörig ist, in der pfaren erscheinen ohne ritter und ritterskind.
ii prustpläch [...] iii barr ritterßhanschuͦch.