rit,
der
;-s/–
.1.
›Zurücklegen einer Wegstrecke mittels eines Reittiers‹; ›Ausritt‹; speziell: ›Auszug in kriegerischer Absicht; Feldzug‹; metonymisch: ›Angriff; Kampf‹; speziell auch: ›Turnierkampf; Tjost‹; Phraseme:
auf einem rit
›auf einmal, auf einen Schlag‹; jm. einen rit leihen
›jm. Truppenkontingente für einen (zeitlich begrenzten) Feldzug zur Verfügung stellen‹.Syntagmen:
j. einen / manchen r. haben / tun, jm. einen r. dienen
; der r
. (Subj.) jn
. [wohin] füren
; j. js. rits sorge haben, des ersten rits x ritter abstechen
; etw
. (Subj.) aus dem r. werden, j. im r. leid finden, nach dem r. sein schwert ziehen
.Belegblock:
Ich habe och [...] willen czu czihen obir dy Wysel [...] mit etzlichen, dy mir von bete wegen lygen eynen rith in Polen mit der hulffe gotes.
Vnd macht mein rechnung / das damit / | Erjagt wurden / auf einem Ritt / | Sechtzig mahl hundert tausent [guͤlden].
vnd hat doch nit dester weniger der Venediger seinē spieß auff Brissonetum / auch zu truͤmmern gerennet / Noch hettē sie ein treffen zu thun / das was der letst ritt.
do czogen X der obgnanten torneier kein den lintwormen [...]. Als balde noch deme rethe czogen sy alle glich uss ore swerte unnd ranten under eynander.
[Karolus] hat in der jugent so vil ritterlicher gtaten gthan und so manlich rit, daz man nüt allein in den heiden von im seit.
ir wŭssend, daz ich ŭwers rytz sorg hat und hab es ŭch zumm dickern măl wider rătten.