riege,
die
;
-Ø/-n
;
zu
mhd.
rige
›Linie, Reihe‹
(); zum Verhältnis von
riege
und etymologisch eng verwandtem
reihe
vgl. und 922.
1.
›Reihe, Folge von Bezugsgrößen aller Art‹; ›aus mehreren Bezugsgrößen gleicher Art konstruierte festgefügte Reihe‹; speziell: ›Zeile, Vers eines Textes‹.
Bedeutungsverwandte:
 2, (
die
3, , .

Belegblock:

Luther, WA (
1526
):
Hie zelet er an einer riege her etliche spotwort.
Ebd. (
1528
):
gerade als muͤste S. Paulus an allen oͤrtern und ynn allen riegen kein ander wort setzen.
Das ander [thier] war gleich einem Beren und hatte drey rigen zeene yn seinem maule.
die lere (spricht Christus) mus nicht an einem tuͤttel odder buchstaben feilen, ob das leben wol ein gantzes wort odder riege jnn der lere feilet.
Ebd. (
1542
/
3
):
Dieser Text hat im Ebreischen 216. buchstaben, die teilen sie in drey riege oder Vers, So kriegt ein jglicher Vers 72. Buchstaben.
Ders. Hl. Schrifft.
2. Chron. 4, 3
(
Wittenb.
1545
):
es waren zwo rigen
[
Mentel
1466 /
Eck
1537:
zeil
; nd. Bibel um 1478:
ordenyghen
;
Dietenberger
1534:
reihe
]
Knoten vmb das Meer her [...] die mit angegossen waren.
Franz u. a., Qu. hess. Ref.
3, 77, 8
(
hess.
,
1548
):
Zu Cassel [...] | Gingstu voran der riegge und tetest das wort.
Opel, Spittendorf (
osächs.
,
um 1480
):
In diessem jare sindt abegebrochen wurden ein riga gewandbuden.
Schmitt, Ordo rerum
134, 19
;
Voc. Teut.-Lat.
aa viijv
;
2.
›kleinere Teilmenge einer (vorgestellten) Gesamtheit‹; speziell als Handelsgröße verschiedener Lebensmittel.
Bedeutungsverwandte:
vgl.  3,  2,  1, ,  2,  5.

Belegblock:

Chron. Köln (
Köln
1499
):
ein guet quart wins [...], ein punt vleisch, ein rige broitz, dit allit zosammen umb 3 overlensche gulden.