richthaus,
das
;
–/-er
+ Uml.
›Gerichtsgebäude; Ort, an dem das Gericht tagt‹;
vgl. 12, 1; 8.
Bedeutungsverwandte:
, , , .
Wortbildungen:
richthaushüter
›Aufseher im Gericht‹ (dazu bdv.: vgl. , ).

Belegblock:

Toeppen, Ständetage Preußen
2, 361, 18
(
preuß.
,
1441
):
die richthewszer und richthoffe sullen sie bawen nach alder gewonheit.
Luther, WA (
1536
):
Der Herr ist gefurt ins hinder und richt haus ad principem et gantzen rat.
Bechstein, M. v. Beheim. Evang. Joh. (
osächs.
,
1343
):
dô fuͦrten si Jhêsum zuͦ Pilâtô in daz richtehûs
[
Mentel
1466:
dinckhaus
; Var. 1475
2
–1518:
rechthaus
].
Kehrein, Kath. Gesangb. (
Bautzen
1567
):
Da Pilatus das wort hoͤret, fuͤrcht er sich noch mehr, | Gieng ins Richthaus fragt Jesum von wan er wer.
Sachs (
Nürnb.
1557
):
Sie giengen nit ins richt-hauß nein.
Ebd. (
1558
):
Dort bringens her zu dem richthauß | Jesum, den unschuldigen man.
Chron. Strassb. (
els.
,
A. 15. Jh.
):
darumb wart ime [Claudius Gordyanus] zuͦ eren ein güldin schilt gehenket in das rihtehus zuͦ Rome.
Dasypodius (
Straßb.
1536
):
Richthauß huͤter Basilicanus.
Welti, Stadtr. Bern (
halem.
,
1407
):
daz nieman sin vich vnder vnserm richthus metzgen, stellen noch legen sol.
Maaler (
Zürich
1561
):
Das Richthauß / Da der schuldheiß raͤcht spricht.
Roloff, Brant. Tsp.
898
;
1009
;
Schmitt, Ordo rerum
109, 13
;
Bremer, Voc. opt.
5098
;
Voc. Teut.-Lat.
aa viijv
;